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Home / Fachmagazine Rollingpin/Hoteljobs / Ausgabe 063 / Goldes wert in der Auslese

Goldes wert in der Auslese

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Präsentieren Sie sich beim Assessment-Center als Goldgriff für den Arbeitgeber. Aufgepasst: Die 10 häufigsten Stolpersteine im AC und wie man sie aus dem Weg räumt.


Was beim Trainee bis zur gestandenen Führungskraft Unbehagen und Nervosität hervorruft, schätzen Arbeitgeber zur Bewerberauslese überaus: Gerade in der Gastronomie und Hotellerie ist ein Assessment-Center (AC)ein beliebtes Instrument der Mitarbeiterauswahl – es stellt eine erste Arbeitsprobe dar. „Die Übungen können genau auf das Anforderungsprofil der zu besetzenden Position ausgerichtet werden, die Bewerber sind direkt vergleichbar“, argumentiert Kerstin Brüggehagen, Vize-Personaldirektorin im Kempinski Vier Jahreszeiten in München. Im AC steht auf dem Prüfstand, wie Sie als Gastgeber agieren und wie es um Ihre Servicementalität bestellt ist. Welche Spielregeln gelten und wo die häufigsten Stolpersteine lauern, sagen wir Ihnen hier:

1. Mangelnde Vorbereitung, um „authentisch zu bleiben“
Nicht Persönlichkeit allein, sondern auch Methoden wie Gesprächs-, Argumentations- und Präsentationstechnik werden bewertet. Eine Vorbereitung ist unbedingt ratsam. Aber trainieren Sie nicht zu exzessiv, um nicht der Schauspielerei zu verfallen. Überlegen Sie sich Ideen für eine Selbstpräsentation (z. B. Stufenmodell für die Karriereleiter, Landkarte mit beruflichen Stationen) und tragen Sie dies laut vor, sammeln Sie Argumente für Diskussionen (aktuelle Branchenthemen wie Rauchverbot), machen Sie sich mit Flipchart und Co. vertraut. Üben Sie Rollenspiele mit Freunden (z. B. Reklamationsgespräch). Sinn der Übung: Wie reagieren Sie in Konfliktgesprächen – werden Sie schnell patzig, aggressiv oder kleinlaut und schüchtern? Klopfen Sie stressbedingt oder in Argumentationsnotstand mit den Fingern auf den Tisch, malträtieren Sie einen Kuli? Abgewöhnen!

2. Der Irrtum, die Bewertung starte erst mit der ersten Übung
Das Assessment-Center startet nicht erst mit der ersten Aufgabenstellung, ab Ihrem Erscheinen stehen Sie auf dem Prüfstand. Seien Sie pünktlich, treten Sie selbstbewusst auf, suchen Sie Blickkontakt, begrüßen Sie das „Tribunal“, zeigen Sie höchste Aufmerksamkeit. Unsicherheits­gesten vermeiden!

3. Sich zu sehr in Szene setzen
Durchsetzungsvermögen ist zwar gefragt, Teamfähigkeit aber mindestens genauso. „Es geht auf keinen Fall darum, dass sich einer ständig auf Kosten der anderen durchsetzt“, betont Bewerbungstrainer und Autor Christian Püttjer von der Karriereakademie. Merken Sie sich die Namen der Mitbewerber, nutzen Sie das in Diskussionsrunden, mit direkter Ansprache gewinnen Sie eher Verbündete. Lassen Sie andere Meinungen gelten (Wadenbeißer wirken unsouverän), gebieten Sie aber Dauerrednern Einhalt. Püttjers Tipp: die flache Hand als Stopp nach vorne ausstrecken, begründen, dass die Wortmeldungen derzeit nicht weiterbringen, Alternativvorschläge machen.



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