> Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren!  Email: Kennwort:
Jobsuche
Für Arbeitgeber
Service
Magazin
Web-Tipp
Bewerbungstipps

Dogs for Tip

Zu der optimalen und vor allem persönlichen Betreuung von Gästen gehören auch Kundendienste, die oft aus Tätigkeiten bestehen, für die nichts oder nur wenig berechnet werden kann. Hier darf die Bedeutung einer zuvorkommenden Hundebetreuung nicht unterschätzt werden – denn für viele Menschen bedeutet der vierbeinige Freund soviel wie ein eigenes Kind. Jeder Hundebesitzer liebt sein Tier und schätzt es besonders, wenn auch der Hund freundlich und aufmerksam behandelt wird. Hier können Sie also ganz leicht Bonuspunkte sammeln! Erkundigen Sie sich ohne Aufforderung danach, ob Sie dem Hund eine Schüssel Wasser bringen dürfen. Bringen Sie dann noch ein kleines Tellerchen mit einer Serviette und einem Hundeleckerli darauf – bleibende Eindrücke beim Gast und ein gutes Trinkgeld sind Ihnen sicher.
Stellenangebote Gastronomie:
Top Jobs

Umfrage
 
 
Home / Fachmagazine Rollingpin/Hoteljobs / Ausgabe 069 / Klaus Jaquemod - Gegen den Fischschwarm

Klaus Jaquemod - Gegen den Fischschwarm

Druckerfreundliche Version Artikel per E-Mail versenden

Klaus Jaquemod schwimmt gegen den Strom. In seinem Kölner „Bonsai-Lokal“ mit 4 Tischen kocht er französische Sterneküche mit Schäumchen, er lehnt Biofundis mit selbst ­gestrickten Socken ab, hat Verständnis für Drogen in der Küche und nur mehr vier Jahre Lebenserwartung.


Fotos: Werner Krug

Der Mann hat echt Humor. „Wir brauchen einen Fisch für das Foto? Einen etwas größeren? Kein Problem. Wir borgen uns einen aus.“ Wir schleppen gerade so einen „etwas größeren“ Fisch aus dem Laden. Mit Schwert misst der Bursche sicher 2 Meter und dürfte an die 50 Kilo auf die Waage bringen. Klaus Jaquemod findet das ziemlich drollig. Er schwitzt und stöhnt zwar, aber hat während der Plagerei noch genügend Zeit, sich einen Ast zu lachen. Es soll ja Menschen geben, die das Abenteuer suchen. Ein solcher Zeitgenosse ist mein (Mit-)Schlepper. Als er sich vor über drei Jahrzehnten die Küchenschürze umband, hat ihn seine Familie quasi für verrückt erklärt. Ein Jaquemod und kein Akademiker? Mon dieu! Und er wurde trotzdem Koch. „Mein Vater hat 20 Jahre lang nicht mit mir gesprochen. Immerhin hat er mir danach zugestanden, dass ich doch alles richtig gemacht habe.“ In gängige Kategorien ist Klaus Jaquemod auf jeden Fall nicht einzuordnen. Er betreibt das kleinste Sternerestaurant von Köln, vielleicht sogar von Deutschland, mit vier Tischen für insgesamt 16 Gäste. Und das ausgerechnet in der Kölner Südstadt, zwar ein aufstrebender, aber doch ein Arbeiterbezirk. Ein abenteuerliches Risiko. Maximal 2 Prozent seiner Gäste kommen aus der Südstadt, schätzt Klaus Jaquemod. Einen Schuss Abenteuer hat auch die personelle Konstellation. Judith Werner war früher seine Partnerin, die Partnerschaft beschränkt sich mittlerweile auf das Geschäft. Er drinnen in der Küche, sie draußen im Restaurant. Da wagen zwei ausgeprägte Charaktere und kämpferische Visionäre jeden Tag aufs Neue ihr Genussprojekt. Er im Sternzeichen Widder, sie ein Steinbock, daher auch der Name des Restaurants Aries i Capricorn. Aber die Sache läuft rund. Nur ein Jahr nach dem Start vor acht Jahren fiel ein Michelin-Stern vom Himmel und leuchtet seitdem noch immer allen Genussjunkies den Weg.
Köche haben keine Vorbilder, sagen sie zumindest immer. Klaus Jaquemod geht offener mit seinem kreativen Innenleben um und bezeichnet freimütig Roland Bado als seinen kulinarischen Godfather, bei dem er vor 30 Jahren im legendären Bado Poêle d’Or in Köln lernte. Sein Geist weht bis heute herüber. „Damals gab es nicht viele, die französisch gekocht haben. Eine tolle Chance, die französische Küche hat mich fasziniert und galt schließlich als die beste der Welt.“ Eine Saison stand er dann allein in der Küche eines bayrischen Riesenbiergartens durch, die Sterneküche zog ihn wieder retour nach Köln zu Johannes Kokjé (Ambiance am Dom), im Le Marron holte er den verloren gegangenen Stern zurück. Das La Societé und das Aramis auf Mallorca folgten. Viele Stationen, bis die Erkenntnis „Keine Lust mehr auf Mittelmaß“ reifte und der Weg in die Selbstständigkeit nur noch ein mentaler Katzensprung war – in Wahrheit allerdings eher der Sprung einer Heid­schnucke oder eines Rehs, mit denen er gerne arbeitet.


Den ganzen Artikel können Sie im Fachmagazin ROLLING PIN oder hier mit Ihrem Premium Login nachlesen. Wenn Sie noch kein ROLLING PIN Premium Member sind, können Sie sich HIER anmelden.

» IHRE VORTEILE ALS PREMIUM MEMBER


Login für bestehende Premium Mitglieder:

Emailadresse: Kennwort:
Dynamik in Fernost
Dynamik in Fernost
Peking ist aktuell „the place to be“. Chinas Hauptstadt entwickelt sich gerade in rasantem Tempo zu einer der gefragtesten internationalen Metropolen. Ein Lage-Bericht über die Karrierechancen in der Millionenstadt. » mehr
Gewinnbringer Technik
Gewinnbringer Technik
Wie Yield-Management, automatisierte Gästekarteien und Wareneinsatzsysteme mehr Gewinn bringen. » mehr
Raw-Food
Raw-Food
Der Trend der kalten Küche erobert Europa. Was dahinter steckt und welche Methoden für die Gourmetküche funktionieren, lesen Sie im großen F&B-Check. » mehr
Der Kochpate
Der Kochpate
Zu kulinarischen Höhenflügen führt Otto Koch sein "Restaurant 181" auf dem Olympiaturm in München. Wie der Star-Koch durch sein globales Netzwerk in Zukunft noch höher hinaus will. » mehr
Der Cheffaktor
Der Cheffaktor
Haben Sie das Zeug zur Top-Führungskraft? Finden Sie es jetzt heraus! Inklusive Manager-Test und Bewerbungstipps für die Führungsebene. » mehr



Klaus Jaquemod - Gegen den Fischschwarm