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Konstantin Filippou - Gas! Gas! Gas!Er ist Wiens Shootingstar. Keiner reizt die mediterrane Küche so radikal und kreativ aus wie Konstantin Filippou. Sein Mantra: „Man muss sich ständig in den Arsch treten und Gas, Gas, Gas geben!“
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Knusprig und flüssig. Kalt und warm. Roher Yellow Fin und knusprig frittierte Sepioline, Lamm und Carabinieros. Konstantin Filippou liebt und lebt leidenschaftlich die Gegensätze. So wie er selbst eine Mischung aus Feuer und Eis verkörpert. Das lieben auch die Gäste, wir wissen schließlich aus eigener Erfahrung, dass Kneippkuren ganz lecker sein können. In seinem Kopf tobt ein Tornado mit Ideen. Wenn er mit seinem stimmlichen Bass laut philosophiert, wirkt er dagegen ganz ruhig. Dann gleitet er ab – so wie jetzt –, sitzt allein im großen Speiseraum des Novelli und hängt wohl einem neuen Rezept nach.
Mit einem Klischee, das man ihm jahrelang umgehängt hat, räumt er auf. „Ich ein junger Wilder? Wenn ich wirklich einer wäre, könnte ich meinen Job gar nicht machen. Es geht mir um die Konsequenz der Qualität, um das Produkt, den Geschmack und nicht um die Selbstdarstellung.“ Jung ist er mit 28 und der Look würde zu einem Wilden passen. In den Augen die südländische Glut seiner griechischen Verwandten, die schwarzen Haare hängen ihm unbändig in das Gesicht, der Bart wird nur alle paar Wochen getrimmt, ein menschlicher Zeus. Ein bisschen wild darf es dann auch in der Küche sein …
Bacaro con Cucina nennt sich das Novelli, Weinausschank mit Küche – Understatement pur. Konstantin Filippou hat unsere Idee von italienischer Küche reizvoll und radikal erschüttert. Im Novelli findet täglich ein neuer Versuch statt, sich ohne Sauerstoff und ohne Fallnetz an den Gipfel heranzuwagen. Selbst als Filippou vor zwei Jahren vom Gault Millau noch zerzaust wurde. „Wer sagt, der Job ist leicht, lügt. Man muss sich immer wieder in den Arsch treten und darf sich nicht von seinem Weg abbringen lassen“, sagt er und reckt sein Kinn herausfordernd. In der brandneuen Wertung rollten ihm die Tester den roten Teppich aus. Mit 16 Punkten (bisher 14) und zwei Hauben war Konstantin Filippou einer der Senkrechtstarter in Wien. Auch wenn der Applaus nicht ungeteilt ist, der Austrogrieche polarisiert. „Mir ist egal, ob ich hip bin oder nicht“, kontert er, „ich fahre einfach konstant meine Linie.“
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versteht. Es hilft nichts, wenn du etwas Tolles auf den Teller zauberst und keiner kommt mit. Aber du musst ständig an dir arbeiten und Gas, Gas, Gas geben.“
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