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Léa Linster - Allein auf weiter Flur

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Was Léa Linster mit Jean-Baptiste Grenouille aus „Das Parfum“ verbindet, warum sie aus Taktik Jura studierte, weshalb Frauen an der Spitze dünn gesät sind und wie man den Bocuse d’Or gewinnt.



Alle wollen zurück zum Ursprung. Léa Linster ist schon dort. Weil sie ihn gar nie verlassen hat. Seit sie den Bocuse d’Or im Jahr 1989 gewonnen hat – damals behaupteten Neider sogar, sie hätte ein Verhältnis mit Paul Bocuse –, findet sich das Lamm, mit dem sie den Bewerb gewann, auf der Karte ihres Restaurants in Frisange: Lammrücken in Kartoffelkruste und Rosmarinsauce. „Und es ist noch immer modern“, behauptet sie stolz. „Damit etwas gut ist, muss es nicht kompliziert sein“, erhebt sie Einfachheit zum obersten Prinzip. Wenige Kilometer von Luxemburg-Stadt entfernt zelebriert sie ihr Küchencredo „man muss die Produkte lieben“ und ist durch diese konservative Einstellung fast schon wieder revolutionär. Love is all around – nicht zuletzt drehen sich auch ihre Kochbücher um das ewige Thema. Zuletzt erschien „Kochen mit Liebe!“, gerade ist der Bildband „Léa avec amour“ mit Marc Theis fertiggestellt worden. Ihre Fähigkeiten sieht sie als besondere Gabe, „ich konnte schon immer schmecken und riechen wie sonst niemand“. Das ruft Assoziationen zu Patrick Süßkinds Geruchsgenie Jean-Baptiste Grenouille wach. Dass Linster als erste und bisher einzige Frau den Bocuse d’Or gewann und noch immer wenige Frauen in kulinarischen Spitzenpositionen vertreten sind, erklärt sie so: „Der Unterschied liegt darin, dass Frauen von Anfang an kochen müssen, während sich Männer auf das Wollen beschränken können.“


Beschweren wir uns
nicht über schlechtes Essen,
haben wir bald ernste
gesundheitliche Probleme.


Léa Linster
Luxemburgs Starköchin





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