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Körpereinsatz für mehr Trinkgeld

Ein guter Trick, bei dem allerdings großes Fingerspitzengefühl gefragt ist, ist die Körperberührung. Erhebungen zufolge steigert eine Berührung der Hand des Gastes beim Kassieren das Trinkgeld um 37 Prozent, die Hand kurz und freundlich auf dessen Schulter zu legen um 18 Prozent. Das ist allerdings nicht bei jedem Gast und vor allem nicht in jedem Lokal angebracht! Gerade in besonders noblen Restaurants, in dem alles, was Rang und Namen hat speist, muss man mit Körperberührungen sehr aufpassen, damit sich niemand in seiner Privatsphäre gestört fühlt. Wo und wann man dem Gast etwas näher kommen kann, muss man schlussendlich einfach im Gefühl haben. Hat man es nicht, sollte man es besser gleich lassen, um peinliche Situationen zu vermeiden.
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Mehr Umsatz mit Bio

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Wo „Bio“ draufsteht, ist Geld drin: Noch nie ließen Konsumenten für gesundes Essen mehr Bares springen als jetzt. Und der Markt für Bioprodukte ist noch nicht einmal im Ansatz gesättigt. Mischen Sie mit!


Fotos: Shutterstock, Werner Krug

Dies ist kein Bericht für Zaghafte. Und auch keiner für Leute mit einem Gewissen, das so rein ist wie Tiroler Bergkristall. Dies ist ein Bericht für Gastronomen mit Sinn für Geschäft. Eine Anleitung zum Geldverdienen.
5,4 Milliarden Euro schwer wog der Umsatz, den der Biomarkt im vergangenen Jahr allein in Deutschland erwirtschaften konnte. Die Wachstumsprognose für das Jahr 2008 geht in den zweistelligen Prozentbereich. 93 Prozent aller Deutschen wollen künftig Biolebensmittel zu sich nehmen, belegt eine Studie der Strategieagentur „Diffferent“. Der hohe Preis scheint ihnen egal. 78 Prozent sind bereit für „Bio“ mehr zu bezahlen. 38 Prozent nehmen sogar einen Aufschlag jenseits der 10 Prozent hin, geht aus einer Umfrage der Wirtschaftsberatung Ernst & Young hervor. Das Kaufmotiv sei vor allem geprägt durch eine klar höhere Erwartung an die positiven Effekte für die Gesundheit.
Als die Stiftung Warentest jüngst die Qualität von Bioprodukten untersuchte, kam man jedoch zu einem zweischneidigen Ergebnis: gesund ja, weil frei von Chemie, besser schmecken aber nicht unbedingt. 54 Lebensmitteltests von 2002 bis 2007 wurden ausgewertet. Nur 4 Prozent der Bioprodukte erreichten ein „Sehr gut“. Nicht einmal jedes zweite Lebensmittel verdiente sich ein „Gut“. Im gleichen Maße schnitten auch konventionelle Produkte ab. Dass „Bio“ tatsächlich eine positive Auswirkung auf die Gesundheit des Menschen hat, konnte noch keine Studie beweisen.
Am eindrucksvollsten formulierte den Biotrick das österreichische Autorenduo Gernot Loitzl und Markus Groll bei der Präsentation ihres Buchs „Die 50 größten­ Bio-Lügen“: „Das moralische Ausmaß einer Lüge orientiert sich immer auch an der Erwartungshaltung des Angelogenen. Und die ist im Fall von ,Bio‘ – nicht ohne Zutun – schon babylonisch hoch geworden.“ Martina Hörmer, Geschäftsführerin der österreichischen Handelsmarke „Ja! Natürlich“, stimmte den Buchautoren damals sogar indirekt zu. Nur der Titel passte ihr nicht. „Denn wir lügen nicht. Wir erfüllen die Wünsche unserer Konsumenten.“ Und genau damit lässt sich Geld machen.

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