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Home / Fachmagazine Rollingpin/Hoteljobs / Oktober II 2007 / Very British - Das Londoner Brown's Hotel

Very British - Das Londoner Brown's Hotel

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In Zeiten der Molekulargastronomie setzt The Grill im Londoner Brown’s Hotel ganz auf retro – so retro, dass es schon wieder cool ist.


Als ein Kammerdiener Lord Byrons namens James Brown (nein, nicht die Sex Machine!) 1837 vier benachbarte Häuser im exklusiven Stadtteil Mayfair kaufte und ein Genteel Inn – wie die Beherbergungsbetriebe damals hießen – eröffnete, wurde dieses rasch zu einer Londoner Institution. Napoleon III. stieg im späteren „Brown’s Hotel“ ebenso ab wie Theodore Roosevelt oder Winston Churchill. Vor vier Jahren erwarb das Stehaufmännchen der britischen Hotellerie, Sir Rocco Forte, das mittlerweile auf elf Häuser erweiterte Traditionshotel für seine Gruppe und revitalisierte es mit einem Kostenaufwand von 24 Millionen Pfund (rund 35 Millionen Euro).
Seine Schwester, die Innenarchitektin Olga Polizzi, verstand es geschickt, dem Haus ein zeitgemäßes Interieur zu verpassen, ohne das typische Flair des British Empire zu zerstören. Wie sehr man Wert auf ein konservatives Image legt, zeigte sich nicht zuletzt daran, dass das Brown’s Hotel mit seinen 117 Zimmern und Suiten im Dezember 2005 von der nicht gerade als progressiv geltenden einstigen Premierministerin Margaret Thatcher eröffnet wurde. Zwei Jahre zuvor hatte das Savoy Hotel seine Küchenlinie unter der Ägide des Österreichers Georg Fuchs und seines britischen Kollegen Marcus Wareing neu ausgerichtet und damit nicht nur Beifall geerntet. Da für viele dem „Grill“ treu ergebene Ladys and Gentlemen eine kulinarische Welt zusammengebrochen war, schien es nur logisch, das sich jemand dieser noblen Klientel annahm – und das auf Nostalgie getrimmte Brown’s Hotel ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen: Das Restaurant trägt den Namen „The Grill“.



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