> Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren!  Email: Kennwort:
Jobsuche
Für Arbeitgeber
Service
Magazin
Web-Tipp
Bewerbungstipps

Reihenfolgen jederzeit abrufen

Um sich Informationen in der richtigen Reihenfolge zu merken, eignet sich die „Loci-Methode“, auch „Routen-Methode“ genannt, besonders gut. Gerade, wenn es darum geht, im Bewerbungsgespräch bestimmte Abläufe oder Vorgehensweisen wiederzugeben, sollte man nichts verwechseln. Die Vorgehensweise bei der Loci-Methode ist demnach folgende: Man verbindet die Zahlen 1 bis 10 (oder auch mehr) mit jeweils einem Ort („locus“). Es sollte sich dabei um Orte oder Bereiche handeln, die einem sehr vertraut sind – bestens eignen sich dafür zum Beispiel Körperteile, die man von oben nach unten durchnummeriert. 1 bedeutet zum Beispiel Haare, 2 = Augen, 3 = Mund, 4 = Schulter, 5 = Arme, 6 = Hände, 7 = Bauch, 8 = Po, 9 = Beine und 10 = Füße. Sind diese Assoziationen fest im Gedächtnis verankert, lassen sich nun 10 Informationen mit den jeweiligen Körperteilen in der richtigen Reihenfolge abspeichern und problemlos wiedergeben.
Stellenangebote Gastronomie:
Top Jobs

Umfrage
 
 
Home / Artikel nach Themen / Der Kochpate / Vom Krieg zu den Sternen

Vom Krieg zu den Sternen

Druckerfreundliche Version Artikel per E-Mail versenden

Er ist Tirols Aufsteiger des Jahres und Garant für orientalisch inspi­rierte RaffinESSEN im Innsbrucker Pavillon. Mansur Memarian über den Krieg, Tim Mälzers Kochkünste und er sagt, woran die Gastronomie krankt.




Ich habe als Kind Hunderte Tote gesehen. Jeden Abend ein Bombenangriff war für mich normal wie Auto fahren.“ Mansur Memarian lebte mit seiner Familie in Teheran und wuchs im Iran-Irak-Krieg auf. Seine älteren Brüder überstanden die Killing Fields nur knapp. Auch Mansur hätte eingezogen werden sollen – mit 11! Seine Eltern schickten ihn aber rechtzeitig nach Deutschland. Über ein Jahr verbrachte er im Heim, bis er zu seinem Bruder und seiner Frau Heidi umziehen konnte. Zweihaubenkoch Mansur Memarian (32), Tirols Aufsteiger des Jahres bei Gault Millau, erzählt ruhig, als ob er sich an den letzten Urlaub erinnert. Wir sitzen im Pavillon in Innsbruck, einem Reich aus glitzerndem Glas. Memarian ist der Mann zwischen zwei Welten mit bundesdeutscher Zunge und klassisch persischem Modelgesicht. „Wenn ich zurück in den Iran gehen würde, wäre ich dort mehr Ausländer als hier in Österreich“, meint er. Den Islam sieht er mit Distanz. „Ich halte nicht viel von Religion. Sie ist Grund für Bürgerkriege und wird ausgenutzt, um Macht auszuüben.“ In das Innsbrucker Lebensgefühl hat er sich eingegroovet. Stammgäste laden ihn nach Hause zum Essen ein. Und eine kurze Lederhose hat er, allerdings in Lila gehalten und bisher hat er das freakige „Milka-Leder“ nur beim Oktoberfest ausgeführt.
Früh griff er nach den Sternen. Vorerst schien nur der Glanz auf ihn – als Demi Chef de Partie bei Altmeister Jean-Claude Bourgueil im Restaurant Schiffchen in Düsseldorf (3 Michelin-Sterne), als Souschef im Massimiliano in München (1 Stern) und als Chef Saucier/Poissonier im Hummerstübchen in Düsseldorf (2 Sterne). Als Küchenchef im Jagdhof Glashütte in Bad Laasphe erkochte er seinen eigenen Stern. Und jetzt in Innsbruck im Pavillon, einer würfelförmigen Glas-Stahl-Konstruktion. Im ersten Stock betritt man eine andere Welt, abgeschottet von den Touristen, mit Blick auf Landestheater, Hofburg und die verschneite Nordkette, innen Loungeatmosphäre im Retrostil mit Panoramafensterkino, viel Rostrot- und Beigetönen, Weinklimaschränken und Sideboards. Die Landschaft seiner Gerichte breitet sich in einem reizvollen Mix aus europäischen und orientalischen Aromen aus. Das Hauptprodukt ist dabei immer im Fokus. „Extradekos lehne ich ab. Genauso wie ich es nicht mag, wenn man von fünf Kellnern belagert wird und vor lauter Show vergisst, was man gegessen hast.“ Fisch ist sein Glaubensbekenntnis und die Gäste nehmen das auch an, zu 80 Prozent wird Meeresgetier bestellt. Perfekt gebraten, mit guter Sauce, wenig Beilage – fast schon Minimal Art. „Wir Köche sind in erster Linie Handwerker und keine Künstler.“ Ein perfektes Gericht bringt Süßes, Saures, Bitteres und Salziges auf den Teller – in unterschiedlicher Intensität natürlich. Aromen sollen das Produkt aber nur sanft von unten unterstützen. In Kombinationen, die Sinn machen. „Ich mag Überkreativität nicht. Einmal habe ich Melone mit gebackener Kalbszunge und kandiertem Rettich gegessen, das kann man sich nicht einmal im Kopf gut vorstellen.“



Den ganzen Artikel können Sie im Fachmagazin ROLLING PIN oder hier mit Ihrem Premium Login nachlesen. Wenn Sie noch kein ROLLING PIN Premium Member sind, können Sie sich HIER anmelden.

» IHRE VORTEILE ALS PREMIUM MEMBER


Login für bestehende Premium Mitglieder:

Emailadresse: Kennwort:
Dynamik in Fernost
Dynamik in Fernost
Peking ist aktuell „the place to be“. Chinas Hauptstadt entwickelt sich gerade in rasantem Tempo zu einer der gefragtesten internationalen Metropolen. Ein Lage-Bericht über die Karrierechancen in der Millionenstadt. » mehr
Gewinnbringer Technik
Gewinnbringer Technik
Wie Yield-Management, automatisierte Gästekarteien und Wareneinsatzsysteme mehr Gewinn bringen. » mehr
Raw-Food
Raw-Food
Der Trend der kalten Küche erobert Europa. Was dahinter steckt und welche Methoden für die Gourmetküche funktionieren, lesen Sie im großen F&B-Check. » mehr
Der Kochpate
Der Kochpate
Zu kulinarischen Höhenflügen führt Otto Koch sein "Restaurant 181" auf dem Olympiaturm in München. Wie der Star-Koch durch sein globales Netzwerk in Zukunft noch höher hinaus will. » mehr
Der Cheffaktor
Der Cheffaktor
Haben Sie das Zeug zur Top-Führungskraft? Finden Sie es jetzt heraus! Inklusive Manager-Test und Bewerbungstipps für die Führungsebene. » mehr



Vom Krieg zu den Sternen