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Von welchen Mitarbeitern sie sich jetzt trennen sollten

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Kaum ein Unternehmen kommt derzeit daran vorbei: Die Notwendigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters muss in Frage gestellt werden. Wir liefern die Antworten.


Text: Michael Pech, Peter Eisner. Fotos: Fotostudio Sissi Furgler - Mediendienst.com , Shutterstock, Benedikt Loebell, beigestellt



Beim Deutschen Hotellerie- und Gaststättenverband sieht man – sollte sich die wirtschaftliche Talfahrt weiter fortsetzen – in diesem Jahr an die 100.000 Jobs in der Branche gefährdet. „Noch wartet man mit Kündigungen jedoch zu“, wie DEHOGA-Geschäftsführerin Sandra Warden bestätigt. Die Arbeitslosenzahlen in Deutschland untermauern diese Aussage. Im März dieses Jahres waren in Deutschland 215.381 Mitarbeiter aus den Branchen Gästebetreuer und Köche arbeitslos gemeldet. Atypisch für die Krise: Im Vergleichszeitraum des Vorjahres (März 2008) waren es 221.706, also um mehr als 6000 Arbeitslose mehr. Ganz anders die Zahlen in Österreich, wo der Anteil an Arbeitslosen aus Beherbergung und Gastronomie im gleichen Zeitraum um 22 Prozent auf 31.489 Arbeitslose anwuchs.




"Wenn der worst case eintrifft, sind heuer noch 100.000 Jobs in Gefahr."
Stefanie Heckel
DEHOGA Pressesprecherin
www.dehoga.de




Aufnahmestopps bei zahlreichen Hotelketten, banges Abwarten, wie sich die wirtschaftliche Situation entwickelt, und Personalverantwortliche, die schon jetzt die Exit-Pläne in der Schublade haben. „Die Zeiten, in denen große Unternehmen drei Prozent der Mitarbeiter aus sozialen Gründen mitgeschleppt haben, sind vorbei. Personalkosten machen heute im Schnitt zwischen 35 und 55 Prozent aus. Es ist nur verständlich, dass man da ansetzt“, sagt auch Kurt Berndt, General Manager der Imperial Riding School Vienna, A Renaissance Hotel. Von welchen Mitarbeitern muss man sich trennen, wenn es hart auf hart kommt?
Ein Thema, zu dem sich keiner der Human Resource-Manager gerne öffentlich äußert. Aber es gibt sie, die Liste jener Eigenschaften, die gegen die Weiterbeschäftigung bestimmter Mitarbeiter sprechen. Ganz oben befinden sich jene, die keine Leidenschaft mehr für ihren Job zeigen, die unmotiviert und nicht bereit sind, sich über die Grenzen ihres Jobs hinaus für das Unternehmen zu engagieren. An oberster Stelle stehen natürlich diejenigen, deren Leistung nicht der Position entspricht. „Natürlich entscheidet man auch, wie stark ein Mitarbeiter in das Unternehmen integriert ist. Schlussendlich ist es immer eine menschliche Handlung, die man verantworten muss. Ein junger Mensch, der ungebunden ist, ist bei uns stärker gefährdet, gekündigt zu werden, als ein älterer Mitarbeiter, der eine Familie zu versorgen hat“, erklärt der Direktor eines 4-Sterne-Wellnesshotels in Österreich.

Längst setzen Manager auf die Angst der Mitarbeiter, um noch mehr aus der Arbeitskraft herauszuholen. Denn gerade für das Personal in den mittleren und höheren Positionen ist die Situation am Jobmarkt derzeit mehr als eng. Eine Taktik, die …


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