Ausgabe 201

Arbeiten in Manila

Die Gegensätze in der Hauptstadt der Philippinen sind groß: Zwischen Armut und Reichtum sowie Natur und Wolkenkratzern warten unzählige Jobs auf engagierte Expats.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: View Apart/Shutterstock, Junpinzon/Shutterstock, Shangri-La Hotels, Shutterstock, Sofitel Manila, Phuong D. Nguyen/Shutterstock, Oleg D./Shutterstock, Shutterstock, Claudio Mrtinuzzi

Guten Morgen, Manila: Auf den Straßen der Stadt geht es heiß her.

Zwischen Arm und reich 

Die Philippinen im pazifischen Ozean kann man mit Fug und Recht als eines der paradiesischen Länder der Welt bezeichnen. Zwischen Wasserfällen, Urwäldern und glasklarem Wasser lässt es sich als Expat sehr gut aushalten. Was aber hinter der Naturschönheit steckt, wissen die Insider Thomas Kerschbaumer aus Südtirol und Franz Eichenauer aus Österreich. 

Mit Anfang 20 ist Thomas Kerschbaumer nach Asien gezogen, um in der Hotellerie Karriere zu machen. Diese begann zuvor an der Universität Bozen, führte ihn über Malaysia nach Italien und wieder zurück nach China. Nach Stationen in Singapur und Hanoi arbeitet der heute 33-jährige Director of Rooms im Sofitel Manila.

Die Gehaltsstruktur ist vergleichbar mit Europa, aber die Benefits sind besser.

Thomas Kerschbaumer über günstige Konditionen

Seinen Start in der Hauptstadt der Philippinen beschreibt Kerschbaumer als unkompliziert: „Da ich seit fast zehn Jahren in Asien arbeite, war es sehr einfach für mich, mich hier anzupassen. Aber viele meiner Kollegen, die in Manila ihre erste Auslandserfahrung in Asien machen, erleben einen harten Kulturschock.“

Naturvielfalt, Wolkenkratzer und Slums

Der Hauptgrund für diese schwierige Eingewöhnungsphase ist bei den meisten Expats die große Schere zwischen Arm und Reich. In der Stadt erlebt man High-End-Luxushotels, vor denen Obdachlose schlafen, Luxus-Restaurants, in deren Müll Kinder essbare Lebensmittel suchen, oder hippe Touristenviertel, die an Slums grenzen. Daran muss man sich als Ausländer erst einmal gewöhnen.

Ein vielfältiges Viertel mitten in Manila: In Intramuros erlebt man das Treiben der Stadt hautnah.

Plus: Die Kriminalität ist sehr hoch. Kerschbaumer: „Nach sechs Uhr abends ist nichts mehr mit Spazierengehen, außer in den Top-Vierteln wie Makati oder Bonifatio Global City (unter den Einheimischen abgekürzt zu BGC). Auch Smog, Müll und Verkehr sind irritierend. Dafür bietet die Metropole an Freizeitaktivitäten einfach alles, was man sich wünschen kann.“ 

Und in unter einer Stunde Flugzeit liegt man an einem der schönsten Strände der Welt auf einer benachbarten Insel. Zu den Philippinen gehören 7107 Inseln, womit sie der fünftgrößte Inselstaat weltweit sind. Als eine von 16 Städten und Kommunen liegt Manila auf der Hauptinsel Luzon in der Manilabucht.

02.02.2017