Karrierecheck – Highflyer Hilton

Klotzen, nicht kleckern, sagt man sich bei Hilton. Die größte Hotelkette der Welt eröffnet neue Häuser im Intercity-Tempo. Ihre Karrierechancen und wie Sie vom Hilton-Boom profitieren.
November 13, 2015

ein Hilton Hotel Wolkenkratzer am Wasser Hilton expandiert. Ja und? Tun andere auch, aber Hilton expandiert im Megatempo. 2007 eröffnete die US-Hotelkette durchschnittlich fünf Häuser pro Woche, insgesamt 241 Hotels, allein in Europa waren es im letzten Jahr 11 neue Hilton-Hotels. Jetzt sind die Baumaschinen noch intensiver am Werken, 900 weitere Häuser mit 120.000 Zimmern sind in Planung oder in Bau. Die Projekte sind auf Europa, die USA und Asien verteilt. Auch Österreich steht für die Amerikaner im Spotlight, im Visier der Expansion sind neben Wien auch Linz, Graz und Salzburg. „Österreich ist als Tor zum Osten interessant. Ich sehe hier noch genug Potenzial für neue Hotels“, sagt Patrick Fitzgibbon, Hilton-Senior Vice President Development Europa und Afrika. Ganz neu auf dem österreichischen Markt soll die bisher nur in den USA geführte Marke Doubletree platziert werden, die preislich unter den klassischen Hilton-Häusern angesiedelt ist. Auch die bisher in Europa unbekannte Brand Hampton wird eingeführt, das erste Haus in Düsseldorf. Und insgesamt 70 Häuser will Hilton in Russland neu bauen. Nach der Übernahme der Hilton-Hotels durch den Großinvestor Blackstone mit einem Geschäftswert von 26 Milliarden Dollar betreibt der Konzern nun 3600 Hotels und ist damit der weltweit größte Hotelkonzern.
Genau diese Internationalität reizte auch Markus Hussler (33) an der amerikanischen Hotelkette. „Hilton war für mich schon immer das Ziel, weil ich viel sehen wollte.“ 10-mal zog er in den letzten 10 Jahren um und arbeitete sich von ganz unten bis…

ein Hilton Hotel Wolkenkratzer am Wasser Hilton expandiert. Ja und? Tun andere auch, aber Hilton expandiert im Megatempo. 2007 eröffnete die US-Hotelkette durchschnittlich fünf Häuser pro Woche, insgesamt 241 Hotels, allein in Europa waren es im letzten Jahr 11 neue Hilton-Hotels. Jetzt sind die Baumaschinen noch intensiver am Werken, 900 weitere Häuser mit 120.000 Zimmern sind in Planung oder in Bau. Die Projekte sind auf Europa, die USA und Asien verteilt. Auch Österreich steht für die Amerikaner im Spotlight, im Visier der Expansion sind neben Wien auch Linz, Graz und Salzburg. „Österreich ist als Tor zum Osten interessant. Ich sehe hier noch genug Potenzial für neue Hotels“, sagt Patrick Fitzgibbon, Hilton-Senior Vice President Development Europa und Afrika. Ganz neu auf dem österreichischen Markt soll die bisher nur in den USA geführte Marke Doubletree platziert werden, die preislich unter den klassischen Hilton-Häusern angesiedelt ist. Auch die bisher in Europa unbekannte Brand Hampton wird eingeführt, das erste Haus in Düsseldorf. Und insgesamt 70 Häuser will Hilton in Russland neu bauen. Nach der Übernahme der Hilton-Hotels durch den Großinvestor Blackstone mit einem Geschäftswert von 26 Milliarden Dollar betreibt der Konzern nun 3600 Hotels und ist damit der weltweit größte Hotelkonzern.
Genau diese Internationalität reizte auch Markus Hussler (33) an der amerikanischen Hotelkette. „Hilton war für mich schon immer das Ziel, weil ich viel sehen wollte.“ 10-mal zog er in den letzten 10 Jahren um und arbeitete sich von ganz unten bis zum Director of Operations im Münchner Parkhotel hinauf. Allein in Europa war er in 18 Monaten als Projektmanager an 21 Hotelneueröffnungen und -übernahmen beteiligt. „Man muss nicht wandern, um im Karrierelift nach oben dabei zu sein, aber man sollte“, meint Markus Hussler. Das Netzwerk, das er sich in den letzten Jahren aufbaute, half immer wieder weiter. Vor allem, als er in Berlin arbeitete. „Der Markt ist dort hart umkämpft, ständig eröffnet ein neues Hotel. Da war der Informationsaustausch mit den Kollegen sehr wertvoll.“
Tina Scheuten (39), Director of Business Development im Hilton Park und im City in München, wechselte im Mai 2007 zu Hilton, „weil man dort auch als Frau eine Chance hat“. Viele Ketten seien konservativ, Hilton dagegen habe den guten Ruf, auch Frauen in höhere Positionen zu befördern. „Hier spüre ich deutlich, dass man an meiner Leistung und Person interessiert ist.“ Generell sei das Klima sehr karrierefreundlich. „Bei Hilton gibt es jetzt viele junge Direktoren, das war vor fünf Jahren in Europa noch anders.“ Und noch eins ist positiv. Man kennt das aus der Schule: Ständig ritten die Lehrer darauf herum, wenn man etwas nicht konnte. Bei Hilton konzentriert man sich auf die Stärken. „Natürlich arbeitet man auch an den Schwächen, aber letztendlich bleiben sie. Die Stellen werden aber aufgrund der Stärken der Mitarbeiter besetzt. Das macht Sinn!“
Ein großes Plus sind auch die Benefits: Umzüge werden bezahlt, man fliegt zu günstigeren Tarifen, in deutschen Hilton-Hotels wohnt man gratis, außerhalb Deutschlands zahlt man nur 25 Dollar pro Person, auf einem höheren Joblevel wird man mit einem Umsatzbonus belohnt.
ein gedeckter Tisch, im Hintergrund ein Kellner in Bewegung In die Ausbildung pumpt man bei Hilton besonders viel Energie. Zweimal jährlich werden mit den Mitarbeitern Gespräche geführt und man legt ein individuelles Programm zurecht. Marlene Piantanida (47) betreut im Park- und im City-Hotel insgesamt 145 Azubis, die in den ersten drei Monaten sanft in den Betrieb integriert werden. Die Director of Human Resources ist Quereinsteigerin, war zuletzt HR-Chefin bei Linde und wechselte zu Hilton, weil ihr die Fokussierung auf die Mitarbeiter besonders zusagte. „Wir arbeiten sehr viel mit jungen Leuten und wollen die High Potentials vor allem aus den eigenen Reihen fördern.“ Das Durchschnittsalter der Abteilungsleiter liegt in München bei bloß 37 Jahren, die Cluster Information Service Manager ist mit 28 die jüngste unter den Kollegen. Bewerbungen von außen haben ebenfalls Chancen. Im Laufe des Jahres wird eine weltweite Hilton-Stellenbörse (Candidate Manager) online gehen, um gute Leute von außen anzusprechen. Für das Elevator-Programme werden schon jetzt Quereinsteiger genommen, die in 18 Monaten die Basis für eine Managerkarriere legen. Wissen saugt man sich auch virtuell ein, die Hilton University bietet 80 Fakultäten mit E-Learning-Kursen bis zum Managerlevel. Ein Ziel, das machbar ist. Mit dem Elevator-Programme kann man es von ganz unten in zehn Jahren bis zum Generaldirektor schaffen. „Das macht die Faszination Hotel aus“, sagt Markus Hussler, „alles ist möglich. Und es kommt oft anders, als man denkt, aber auch oft schneller.“

>> Checkliste

Unternehmen *****
Der Konzern betreibt weltweit 3600 Häuser mit mehr als 500.000 Zimmern und ist damit die weltweite Nummer eins.

Marktposition *****
2007 wurden 241 Hotels eröffnet, derzeit sind weitere 900 Hotels in Europa, den USA und in Asien in Planung oder in Bau.

Aufstiegschancen *****
Mit dem Elevator-Programme können es High Potentials innerhalb von 10 Jahren bis zum Generaldirektor schaffen. Fortbildungsprogramme werden individuell mit jedem Mitarbeiter abgestimmt. Hilton legt auch Wert darauf, Frauen im höheren Management die gleichen Chancen wie Männern zu bieten.

Benefits ****
Ab einem gewissen Level werden Umzüge bezahlt, Mitarbeiter am Umsatz beteiligt, man kann zu vergünstigten Tarifen fliegen, Essen und Trinken sind im Paket inkludiert. Versicherungsbenefits und bezahlte Privatpensionen sind möglich.

Freizeitfaktor ****
Die Arbeitswoche ist auf 40 Stunden beschränkt, Führungskräfte müssen mit ca. 8 Überstunden pro Woche rechnen.

Das Hilton Hotel in München >> Interview
Marlene Piantanida
bringt 20 Jahre Berufserfahrung mit, war zuletzt bei Linde tätig und ist Director of Human Resources im Hilton Munich Park und im Munich City.

„In keiner anderen Branche macht man so schnell Karriere“

ROLLING PIN: Sie waren 20 Jahre als HR-Managerin in der Industrie, warum haben Sie vor knapp einem Jahr ins Hotelfach gewechselt?
Marlene Piantanida: Personal und Arbeitsrecht sind überall gleich, aber ich wollte einmal ein anderes Ambiente ausprobieren. Und es reizt mich vor allem, mit jungen Leuten zu arbeiten. Wir haben in beiden Münchner Hilton-Hotels 145 Azubis.

RP: Der einzige Grund?
Piantanida: Ich wollte meine Sprachkenntnisse wieder einsetzen – und das kann man in einem internationalen Betrieb natürlich optimal. Außerdem wollte ich unbedingt zu einem amerikanischen Unternehmen, hier habe ich tolle Performance-Management-Ins­trumente und der Konzern legt großen Wert auf seine Mitarbeiter. Wir wollen sie fördern und die High Potentials aus den eigenen Reihen holen.

RP: Hat man nur als Hilton-Angestellter Aufstiegschancen?
Piantanida: Wir wollen alle Kräfte nützen und fördern, daher natürlich auch Quereinsteiger. Ich bin ja das beste Beispiel dafür. Es ist wichtig, dass wir auch für interessante Bewerber aus anderen Branchen attraktiv sind und ab heuer kann man sich online über das Candidate-Manager-Portal auch von außen bewerben.

RP: Was erwarten Sie von einem Neubewerber?
Piantanida: Als Azubi muss man Abitur mitbringen. Und man darf die Arbeit nicht scheuen, es geht schließlich um eine sehr serviceorientierte Arbeit mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten, schließlich ist man auch an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz. Man sollte auch Offenheit zeigen und Freude an der Arbeit, die sich auch in der Arbeit am Gast zeigt.

RP: Wie schnell kann man Karriere machen?
Piantanida: Sehr schnell im Vergleich zu anderen Branchen. Schon als junger Mensch kann man in leitenden Funktionen stehen. Eine Mitarbeiterin von uns bekam mit 28 die Position als Information Service Manager, nur ein Beispiel von vielen. So eine Karriere könnten man in anderen Berufen nicht machen. Das Durchschnittsalter unserer Abteilungsleiter liegt bei 37 Jahren und die Kollegen bekommen große Bereiche mit viel Verantwortung. Förderung und Weiterbildung gehen natürlich Hand in Hand. Für jeden Mitarbeiter werden in Jahresgesprächen die jeweiligen Trainings individuell abgestimmt. Allein die Hilton University bietet online mehr als 500 E-Learning-Kurse an, man kann sich virtuell in die Klassen einloggen. Und am Elevator-Programme für zukünftige Manager nehmen europaweit 85 Bewerber von außen und innen teil.

>> Bewerbungen

Gehen Sie auf der Hilton-Homepage (www.hilton.de) an das Ende der Startseite, klicken weiter auf „Über Hilton u. Karriere“ und gehen dann auf „Suche nach aktuellen Stellenangeboten“. Noch heuer wird das Stellenportal „Candidate Manager“ online gehen.

Den ganzen Artikel können Sie mit Ihrem gratis ROLLING PIN Member Login lesen.

Gratis Member werden

Werde jetzt ROLLING PIN Member und genieße unzählige Vorteile.
  • Du erhältst täglich die aktuellsten News aus der Welt der Gastronomie & Hotellerie
  • Mit deinem Member-Account kannst du Artikel online lesen, die für normale User gesperrt sind
  • Du kannst per Mausklick an unseren Gewinnspielen teilnehmen und sensationelle Preise gewinnen
  • Du kannst unser einzigartiges VIP-Bewerberservice nutzen und mit wenigen Mausklick einen perfekten Lebenslauf erstellen
  • Du versäumst nie mehr einen Traumjob und kannst dich per Knopfdruck bewerben
  • Du erhältst Einladungen zu unseren exklusiven Member-Events
  • Du bekommst bis zu 30% Rabatt auf Einkäufe in unserem Onlineshop
Vorteile einblenden

3 deftige Gründe
für den Rolling Pin newsletter

  • Insights aus der Gastro-Szene, ganz ohne Bullshit.
  • Jobs aus der ganzen Welt und davon nur die besten.
  • Tratsch und Klatsch aus den Top Küchen