F&B

DNA-Veränderung durch CRISPR: Kommt die Kirsche ohne Kern?

Das amerikanische Food-Startup Pairwise will Obst und Gemüse attraktiver machen. Alles was es braucht, ist ein bisschen Gentechnik.
September 14, 2020 | Fotos: Shutterstock

Beim Wort Genmanipulation schrillen zunächst alle Alarmglocken. Gab es da nicht diese Riesendebatte um Gen-Mais? Sollten wir wirklich in die Natur eingreifen und Pflanzen einfach so verändern? Gleiches gilt für CRISPR. Die Technologie zur Gen-Editierung hat schon einiges an Gegenwind erlebt.

Beim Wort Genmanipulation schrillen zunächst alle Alarmglocken. Gab es da nicht diese Riesendebatte um Gen-Mais? Sollten wir wirklich in die Natur eingreifen und Pflanzen einfach so verändern? Gleiches gilt für CRISPR. Die Technologie zur Gen-Editierung hat schon einiges an Gegenwind erlebt.

dna-manipulation
Genveränderung bleibt auch weiterhin ein brisantes Thema.

Das vor zwei Jahren ins Leben gerufene Startup Pairwise muss sich wohl oder übel mit diesen Themen auseinandersetzen. Immerhin wollen sie durch Gen-Editierung von Obst und Gemüse eben jenes attraktiver für den Konsumenten machen.

Obst und Gemüse werden attraktiver

Wer kennt es nicht? Klar würde man mehr Grünzeug essen und gesünder leben. Aber manchmal schmeckt es einfach nicht. Und bei Kirschen gibt es immer diese nervigen Kerne. Viel zu viel Aufwand. Kein Wunder also, dass die U.S. Centers for Disease Control and Prevention in einem Report von 2017 verkündete, dass nur etwa zwölf Prozent der amerikanischen Erwachsenen ihre täglich empfohlene Menge Obst essen. Bei Gemüse sind es sogar unter zehn Prozent.

CRISPR soll nun Abhilfe schaffen. So will Pairwise die Gene von Obst und Gemüse so verändern, dass im Blattgemüse beispielsweise weniger Bitterstoffe enthalten sind. Oder eine Kirsche halt keinen Kern mehr hat.

kirschen
Kernlose Kirschen sind nur eines der Projekte von Pairwise.

Transparenter Start bereits 2022

Erste Produkte sind wohl schon für 2022 geplant. Dabei handelt es sich aber nur um Gemüse. Obstbäume brauchen logischerweise etwas länger. Um die Finanzierung braucht sich das Startup bis dahin wohl keine Gedanken machen. Bereits 2018 hat Monsanto satte 100 Millionen Dollar in Pairwise investiert.

Anders als andere große Firmen im Agrarsektor, will Pairwise den Weg der größtmöglichen Transparenz gehen, um Kritikern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Das scheint der richtige Schritt zu sein, wurde beim Thema Genmanipulation doch am meisten die Heimlichtuerei angeprangert. „As long as we stick to our values and transparency and being open with them, I think consumers are going to love this“, so Ryan Rapp, Head of Product Discovery bei Pairwise.

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