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Flaschen, die überraschen

Dicke Weinkarte und trotzdem stockt der Verkauf? Weinexperte Reinhold Forobosko kennt die Lösung! Anstatt immer dieselben Tropfen auszuschenken, sollten Sie einmal Überraschungen anbieten. Hier 5 Top-Tipps.
November 13, 2015

Fotos: Manfred Tement, Sektkellerei Gebr. Sziget, Johanneshof Reinisch
Flaschen, die überraschen

>> Der Karrierecheck

Manfred Tement
Weingut Zieregg 13, A-8461 Berghausen
Tel.: +43 (0) 34 53/41 01 0
weingut@tement.at
www.tement.at
Sektkellerei Gebrüder Sziget
Am Anger 31, A-7122 Gols
Tel.: +43 (0) 2173/21 67 3
hans-peter.hofmann@szigeti.at
www.szigeti.at
Johanneshof Reinisch
Im Weingarten 1, A-2523 Tattendorf
Tel.: +43 (0) 22 53/81 4
office@j-r.at
www.j-r.at

Ein Meilenstein in der Geschichte des Muskatellers! Wer an Tement denkt, der denkt an Sauvignon blanc. Und tut damit all den anderen Kostbarkeiten Unrecht, die der Großmeister aus Berghausen auf die geschulten Gaumen der Connaisseure dieser Welt abfeuert. Eines der Glanzstücke in der 2008er-Kollektion ist der Gelbe Muskateller Steinbach: Die unglaublich klare, konzentrierte Nase brilliert mit Noten nach Steinobst, aber auch mit einer kühler Stilistik (Minze) und hoher Mineralität. Am Gaumen entwickelt dieser Klasse-Muskateller viel Druck, eine tolle, reiche Frucht, und geht sehr, sehr lang mit Pikanz und Frucht ab. Ein großer Wein aus einer großen Lage, genauer gesagt aus einer „Ersten Lage“ laut STK-Definition: Nur durch eine schmale Straße von der Lage Sernau getrennt, dominiert in der Riede Steinbach tiefgründiger, kalkfreier Sandboden.

Think pink!

Der Frühling ist die perfekte Jahreszeit für Roséweine. Die winterschweren roten und weißen Kaliber passen nicht mehr so recht zu Sonnenstrahlen und blühenden Kirschbäumen. Aber ganz sommerleicht will man es halt auch noch nicht. Darum Rosé. Und damit es noch interessanter wird, lassen wir ihn prickeln. Und krisenmäßig nicht unbedingt teuer und mit einem riesengroßen, ökologischen footprint belastet. Heißt also Gols, heißt Szigeti, heißt Rosé Brut: mittleres Lachs, in der Nase erdbeerig, reif, rund, mollig am Gaumen und hängt dort lange nach.

Der weltbeste St. Laurent …

… wächst in Österreich. Das sagt einer, der es wissen muss. Nein, nicht ich, sondern der Schweizer Weinwisser René Gabriel. Fündig wurde er in Tattendorf (in der Thermenregion, südöstlich von Wien) im Johanneshof der Familie Reinisch. Immerhin 1,2 Prozent der weltweiten Rebfläche von…

Fotos: Manfred Tement, Sektkellerei Gebr. Sziget, Johanneshof Reinisch
Flaschen, die überraschen

>> Der Karrierecheck

Manfred Tement
Weingut Zieregg 13, A-8461 Berghausen
Tel.: +43 (0) 34 53/41 01 0
weingut@tement.at
www.tement.at
Sektkellerei Gebrüder Sziget
Am Anger 31, A-7122 Gols
Tel.: +43 (0) 2173/21 67 3
hans-peter.hofmann@szigeti.at
www.szigeti.at
Johanneshof Reinisch
Im Weingarten 1, A-2523 Tattendorf
Tel.: +43 (0) 22 53/81 4
office@j-r.at
www.j-r.at

Ein Meilenstein in der Geschichte des Muskatellers! Wer an Tement denkt, der denkt an Sauvignon blanc. Und tut damit all den anderen Kostbarkeiten Unrecht, die der Großmeister aus Berghausen auf die geschulten Gaumen der Connaisseure dieser Welt abfeuert. Eines der Glanzstücke in der 2008er-Kollektion ist der Gelbe Muskateller Steinbach: Die unglaublich klare, konzentrierte Nase brilliert mit Noten nach Steinobst, aber auch mit einer kühler Stilistik (Minze) und hoher Mineralität. Am Gaumen entwickelt dieser Klasse-Muskateller viel Druck, eine tolle, reiche Frucht, und geht sehr, sehr lang mit Pikanz und Frucht ab. Ein großer Wein aus einer großen Lage, genauer gesagt aus einer „Ersten Lage“ laut STK-Definition: Nur durch eine schmale Straße von der Lage Sernau getrennt, dominiert in der Riede Steinbach tiefgründiger, kalkfreier Sandboden.

Think pink!

Der Frühling ist die perfekte Jahreszeit für Roséweine. Die winterschweren roten und weißen Kaliber passen nicht mehr so recht zu Sonnenstrahlen und blühenden Kirschbäumen. Aber ganz sommerleicht will man es halt auch noch nicht. Darum Rosé. Und damit es noch interessanter wird, lassen wir ihn prickeln. Und krisenmäßig nicht unbedingt teuer und mit einem riesengroßen, ökologischen footprint belastet. Heißt also Gols, heißt Szigeti, heißt Rosé Brut: mittleres Lachs, in der Nase erdbeerig, reif, rund, mollig am Gaumen und hängt dort lange nach.

Der weltbeste St. Laurent …

… wächst in Österreich. Das sagt einer, der es wissen muss. Nein, nicht ich, sondern der Schweizer Weinwisser René Gabriel. Fündig wurde er in Tattendorf (in der Thermenregion, südöstlich von Wien) im Johanneshof der Familie Reinisch. Immerhin 1,2 Prozent der weltweiten Rebfläche von …

 

>> Der Karrierecheck

Szigeti
Dieser Tropfen sollte in keiner Weinkarte fehlen, damit verblüffen Sie Ihre Gäste mit Gewissheit. Mittleres Lachs, in der Nase erdbeerig, reif, rund, mollig am Gaumen und hängt dort lange nach.
www.szigeti.at
2004 Holzspur Grande Reserve
Der weltbeste St. Laurent glänzt immer mit einer feinen, straffen Nase: rote Waldfrüchte, überreife Erdbeeren, sehr feine, aber feste Struktur am Gaumen, wunderbar würzig, seidig, dezente Tanninstütze.
www.j-r.at
Steinbach – Gelber Muskateller
Ein großer Wein aus einer großen Lage, genauer gesagt aus einer „Ersten Lage“ laut STK-Definition. Am Gaumen entwickelt dieser Klasse-Muskateller viel Druck, eine tolle, reiche Frucht, und geht sehr, sehr lang mit Pikanz und Frucht ab.
www.tement.at

… 800 Hektar bewirtschaften die höchst innovativen Reinische. Ihr St. Laurent glänzt immer mit einer feinen, straffen Nase, die stark an Pinot noir erinnert: rote Waldfrüchte, überreife Erdbeeren, sehr feine, aber feste Struktur am Gaumen, wunderbar würzig, seidig, dezente Tanninstütze. Wir verblüffen diesmal zunächst mit der richtigen Aussprache – nicht französisch bitte (!), sondern deutsch – und einem 3-fachen, trinkreifen Angebot. 2006 St. Laurent vom Steinfeld, 2006 St. Laurent Frauenfeld Reserve, 2004 Holzspur Grande Reserve.

Lob der Maremma

Wo viel investiert wird, wird’s auch für den Letztverbraucher teuer. Oder auch nicht – wie unser Beispiel zeigt. Die schwerreiche Florentiner Familie Fratini und Piero Antinori, der Doyen der italienischen Weinwirtschaft, haben in Donoratico Unglaubliches geschaffen: akkurate Weingärten in perfekter Sonnenexposition, eine Art Burg, die wirkt, als wäre sie schon ewig hier, darunter ein Gärungskeller mit allerletztem Know-how, elegante Büros, und Kosträume, ein Relais & Châteaux-Hotel der 5-Sterne-Plus-Klasse (Villa Donoratico) entstehen gerade. Wir aber nehmen nun ein Glas vom 2007er Poggio ai Ginepri, einer Cuvée aus 50 Prozent Cabernet Sauvignon, 30 Prozent Syrah und 20 Prozent Merlot: Tiefes Rubin mit violetten Reflexen, kräuterwürzig in der Nase, Lorbeerblatt, dazu florale Noten, Bitterschoko, balanciert am Gaumen, feine, frische Säure, angenehm runder Gerbstoff.

Heißes aus Spanien

Hinter Tarragona beginnt eine strenge Welt, in der nur masochistische Radfahrer überleben, Steine, Oliven, Mandelbäume und Rebstöcke. Die Region Montsant zeigt sich heiß, trocken, staubig, war bis in die Mitte der 70er-Jahre von Armut und Landflucht geprägt. Dann kamen die Nachbarn aus dem Priorat mit ihren Weinen auf den Markt. L’Ermita, Finca Dofi und Clos L’Obac räumten ab, was es an höchsten Weinpreisen und -ehren gab: mächtig im Alkohol, süß, stoffig, fett, holzgetönt. Die Cellers Baronia del Montsant lassen diese Stilistik nur entfernt anklingen. Der 2006 Flor D’Englora: aufgehelltes Weichselrot, erinnert an Sangiovese (Veilchen), charmant fruchtig. Am Gaumen kommt dieser Wein dann strenger daher, dunkelbeerig, feurig, sehr lang. Das war Mr. Parker 92 Points wert.

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