Ausgabe 167, F&B Know-how

CASH&CARRY

Welche Möglichkeiten sich durch den extremen Konkurrenzkampf der C&C-Märkte für Gastronomen auftun.

Cash and CarryFotos: Shutterstock

Die Cash&Carry-Branche stöhnt: Das Jahr 2013 hat den Abholmärkten überwiegend Umsatzrückgänge eingebrockt. Selbst der Inflationseffekt kam nicht an. „Das war für alle eine harte Zeit“, heißt es in der Szene. Vor allem das erste Halbjahr machte Probleme. Der lange Winter drückte die Frequenz, zog den Außengastronomieauftakt im Frühling und das saisonale Nonfoodgeschäft in Mitleidenschaft. Hinzu kommt: Zwar wachsen Systemgastronomen, doch die klassische Gastronomie verliert massiv an Umsatz. Nicht nur in Deutschland stoßen die Abholmärkte anscheinend auf einen gesättigten Markt, dessen starke Konzentrierung sowie zahlreiche Wettbewerber, wie Discounter und Fachmärkte, eine schwierige Ausgangssituation für Unternehmen darstellt. Mittelständler unter den Abholmärkten haben sich bislang dank großer Sortimentstiefe und -breite und der Zustellung gut behauptet. Für das gelaufene Jahr 2014 erhofft sich die Branche aber bessere Umsätze als letztes Jahr. Vergleicht man die aktuellen Statistiken des EHI Retail Institute Köln, waren es 2010 noch 11,9 Milliarden Euro. 2013 konnten nur mehr 10,72 Milliarden Euro Nettoumsatz lukriert werden. Für positivere Impulse hat in diesem Jahr bestimmt die Fußball-WM gesorgt, von der vor allem die Außenwirtschaft der Gastronomie profitiert hat. Die Big Player versuchten überdies, mit Jubiläen zu punkten: Schon seit Dezember 2013 geht etwa Metro mit Aktionen zum 50-jährigem Bestehen in die Vollen, Fegro pariert mit seiner 25-jährigen „Silberhochzeit“ und Preisknallern. Der Wettkampf hat jedoch seinen Preis: Die vielen Aktionen machen die Margen kaputt. In der Branche ist daher ein starkes Bemühen um Kunden spürbar. Man will die Beziehungen zum Kunden optimieren und Daten effizienter auswerten. Selbst kleine Kunden werden dafür angerufen und gefragt, warum sie Artikel nicht kaufen. Kleinere Wettbewerber zwingt das, preislich nachzugeben oder Kunden bei Zahlungskonditionen und Rückvergütungen entgegenzukommen. Cash&Carry ist für die Betreiber inzwischen ein harter Kampf ums Überleben geworden. Stammkunden der Abholmärkte, wie Gastronomen, Hoteliers und Gewerbetreibende, wandern zu den preisgünstigeren, zentral gelegenen Formaten ab. Diese Konkurrenten haben inzwischen jedoch längst selbst ihre Öffnungzeiten erweitert, wodurch die C&C-Sparte einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil einbüßt. Ausgebaut hat die Branche daher...



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14.11.2015