Ausgabe 167, Events & Awards

Lichtgestalt

Heinz Reitbauer wurde beim LEADERS OF THE YEAR-Award als Inspirationchef ausgezeichnet. Warum der 2-Sterner prinzipiell alles anders macht wie die anderen und beim Autofahren die größten Geistesblitze hat.

Fotos: Helge O. Sommer



Steirereck-Chef Heinz Reitbauer inspiriert Köche national wie international und motiviert kommende Generationen über den Tellerrand hinaus zu denken. Der 2-Sterne-Koch über Vorbildfunktion, Kritikfähigkeit und mut zu Authentizität.

Fühlen Sie sich als Leithammel?
Heinz Reitbauer:
Ob ich ein Vorbild bin oder gar inspirierend, kann ich nicht beurteilen. Man kann ohnehin nur den Weg der vor einem liegt beschreiten. Ich habe sehr viel in meinem Leben gesehen und jede freie Sekunde in einem Wirtshaus irgendwo auf diesem Erdball verbracht. Zudem bin ich begeisterungsfähig. So entwickelt man glaube ich seine ganz eigene Persönlichkeit. Wenn man dann noch andere mit seiner Freude am Tun anstecken kann, ist das schon gut.

Wenn Sie an Ihre Ausbildung zurückdenken: Wer oder was war für Sie inspirierend?
Reitbauer:
Inspirierend waren für mich viele meiner ehemaligen Chefs, denn jeder hatte seine ganz individuellen Stärken und da konnte ich mir schon einiges abschauen. Ganz besonders wichtig waren für mich aber bestimmt die Obauer-Brüder und Alain Chapel. Bei Karl und Rudi hat mich schon damals die Zielstrebigkeit und Konsequenz fasziniert, mit der die beiden ihre Küche vorangetrieben haben. Bei Chapel in Lyon war es spannend zu erleben, dass jemand dermaßen auf alle Konventionen und Trends verzichtet und trotzdem so erfolgreich ist. Chapel hat sich einfach nichts gepfiffen. Diese Grundeinstellung verfolgt mich bis heute.

Wie wichtig ist ein Mentor in der Karriere?
Reitbauer:
Man hört diesen Begriff vor allem in unserer Branche die ganze Zeit, aber...

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14.11.2015