Ausgabe 167, Advertorial

Von Frankreich in die ganze Welt

Wie Madame Ponsardin, besser bekannt als Witwe Clicquot nicht nur Flaschen, sondern gleich die ganze Champagne auf den Kopf stellte. Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte.


Veuve CliquotFotos: Thomas Duval, beigestellt

Hinter jedem erfolgreichen Mann steht bekannterweise eine starke Frau. Und dann gibt es da ja auch noch jene Damen, die selbst in allererster Reihe stehen, um dort selbigen zu stehen. Eine von diesen war Barbe Nicole Ponsardin. Eigentlich hätte ihr Leben dem vieler junger Mädchen im Frankreich des 18. Jahrhunderts ähneln können: Als Tochter aus gutem Hause heiratete sie 1798 François Clicquot, Sprössling einer Familie von Bankiers und Textilhändlern.

Eine Frau mit Mut
Doch dann starb François und machte Madame Clicquot mit erst 27 Jahren zur Witwe, was zu ihrem Beinamen Veuve, im Französischen Witwe, führte. Die für gewöhnlich weitere Vorgehensweise zu jener Zeit: Geschäfte auflösen oder an einen männlichen Handelspartner übergeben, der das Gut im Namen der Familie führt, während sich die Witwe um Dinge kümmert, die Witwen im 18. Jahrhundert eben so taten – stricken, sitzen und schauen. Aber nicht mit Nicole Ponsardin, sprich mit Veuve Clicquot.

Denn diese hatte nicht nur einen besonders guten Riecher, was Wein betraf, sondern auch fürs Geschäft und übernahm kurzerhand die Zügel im Hause Clicquot. Eine Aktion, die in der Männerwelt Reaktionen von Empörung bis hin zu Schenkelklopfern in exklusiven Männer-Sälen hervorrief. Doch den Herren sollte das Lachen noch vergehen. Sie war 1810 die Allererste in der Region, die neben der traditionellen Cuvée aus mehreren Jahrgängen auch einen Jahrgangschampagner auf den Markt brachte, der die klimatischen Besonderheiten eines Jahrganges bis ins Glas widerspiegelt.

Bis 1811 machte das Haus zwar, bedingt durch die Napoleonischen Kriege, gleich wie alle übrigen Champagnerhäuser schwierige Zeiten durch, doch ab 1811 – nebenbei bemerkt ein Jahrhundertjahrgang, der den Begriff Kometenwein prägte – drehte die Witwe so richtig auf.

Im Jahr 1814 gelang es der tüchtigen Geschäftsfrau, sich über die Blockade, die durch die Napoleonischen Kriege ganz Europa teilte, hinwegzusetzen. So wurde sie zur Hoflieferantin des russischen Zaren in St. Petersburg. Bald schwörten sämtliche europäischen Höfe auf den Schampus der Witwe Clicquot, die weithin nur noch als „Grande Dame der Champagne“ bekannt war. In Russland bürgerte sich sogar als generelle Bezeichnung für Champagner das Wort „Klikofskoé“ ein. Schließlich trank man ja auch keine anderen Tropfen als die der resoluten Französin.

Nur die beste Qualität
Madame Clicquot gab sich niemals mit Dingen zufrieden, die man so handhabte, weil es eben immer schon so gewesen war. Alles zu hinterfragen und ständig zu verbessern: Das ist eine der Säulen, auf denen das Champagner-Imperium bis heute fußt. Deshalb fragte sich die Konkurrenz ab 1816 auch, wie die Madame es schaffte, ihre Weine so rein abzufüllen. Den Champagner aus der damaligen Zeit darf man sich nicht als klaren Gaumenprickler, wie man in heute kennt, vorstellen. Ganz im Gegenteil, der Bodensatz schwamm im Sprudel herum. Madame Clicquot schaffte es darüber hi-naus, ihre Erfindung ganze zehn Jahre lang geheim zu halten, während die Konkurrenz in trüben Wassern beziehungsweise Champagnern tümpelte. Die Rede ist vom Rütteltisch, dem Vorgänger des berühmten Rüttelpults, in dem die Flaschen kopfüber gelagert und täglich um eine oder mehrere Viertel-, Achtel- oder Sechzehnteldrehungen weiterbewegt werden, bis sich der Bodensatz aus der Gärung im Flaschenhals abgesetzt hat und dadurch leichter entfernt werden kann. Madame Clicquots Verständnis für Qualität und ihr Perfektionismus machten aus dem Gesamtprodukt Veuve Clicquot ein Meisterstück. Damit ist die mutige Madame Clicquot die treibende Kraft hinter der sprudelnden Erfolgsgeschichte des Champagnerhauses.

www.veuve-clicquot.com
14.11.2015