Ausgabe 202, Konzepte & Openings

Wimin Tran: Japanischer Top-Dog

So gar nicht auf den Hund gekommen: Wie Wimin Tran mit seinen europaweit einzigartigen Hotdogs im Japanese Style Berlin begeistert.

Text: Daniela Almer     Fotos: Claudio Martinuzzi

„Heiße Hunde“ in abgefahrenen Variationen

Was assoziiert man mit so klingenden Bezeichnungen wie „Nori Dog“ oder „Dog Zilla“? Viele wahrscheinlich eine Fortsetzung des Blockbusters „Godzilla“. Es geht zwar im Folgenden nicht um ein japanisches Filmmonster, aber mit dem Inselstaat im Pazifik hat die von Pioniergeist befeuerte Erfolgsstory sehr wohl zu tun. Genauer gesagt mit Hotdogs im japanischen Stil, die mit Namen wie eingangs erwähnt in Berlin-Prenzlauer Berg vertrieben werden. „Es gibt zwar in Europa Gas­tronomen, die zum Beispiel Hotdogs mit Hummer pimpen oder im Hawaii-Stil machen, aber keinen, der Hotdogs mit klassischen japanischen Zutaten kombiniert“, erklärt der Macher hinter diesem in unseren Breitengraden einzigartigen Konzept, Wimin Tran. Aber wie kommt man auf diese kulinarische Fusion der besonderen Art? Alles begann für den gebürtigen Berliner mit chinesischen Wurzeln 2013 im Familienurlaub in Vancouver. Dort probierte Tran, zum damaligen Zeitpunkt noch Sushimeister im Berliner Restaurant Sushi-Club, Hotdogs im Japanese Style bei dem mittlerweile als Kette aufgebauten kanadischen Unternehmen Japadog. Der 32-Jährige war sofort angetan von dem Konzept. Und Pläne, sich selbständig zu machen, hegte Wimin Tran schon länger. Dabei wollte er ursprünglich nicht mit etwas komplett Neuem durchstarten, sondern in dem Handwerk bleiben, das er gelernt hatte: die traditionelle japanische Küche. Aber die Idee zu den Hotdogs im japanischen Stil ließ Tran nicht mehr los und er fing an, mit passenden Würstchen, Brötchen, Toppings und Saucen zu experimentieren. Und Tran ist Perfektionist – „sehr zum Leidwesen meiner Familie und Freunde, die meine Testesser waren“, erzählt er schmunzelnd.

27.02.2017