Ausgabe 203, Karriere-Tipps, Arbeiten im Ausland

Arbeiten in Tokio

Sushi, Kitsch und Karaoke: Dafür kennt und liebt man Tokio. Doch die japanische Weltmetropole hat sich in den letzten Jahren zum Tourismushotspot gemausert und bietet für motivierte Aufsteiger geniale Karrieremöglichkeiten.

Text: Georg Hoffelner     Fotos: Chanclos/beibaoke/SIHASAKPRACHUM/Shutterstock, Wolfgang Hummer, Hyatt Tokyo

Stadt der Extreme 

In der pulsierenden Metropole Tokio ist die Zukunft schon Gegenwart. Hier werden Trends geboren. Jobtechnisch betrachtet ist diese Stadt bestimmt kein einfacher Boden, dafür lernt man aber die genialsten Produkte, die lehrreichsten interkulturellen Erfahrungen und eine unvergleichliche Arbeitsauffassung kennen. Sofern man im Schmelztiegel besteht.

Wer Bock darauf hat, einmal eine Zeit lang in einer der abgefahrensten Städte der Welt Karriereluft zu schnuppern, der sollte nicht lange mit der Wimper zucken und seine Fühler nach Japan ausstrecken. Genauer gesagt nach Tokio. Hier begegnen einem nämlich so viele abgefahrene Dinge wie nirgendwo anders auf der Welt: Mädchen in Lolita-Outfits, kleine Luxusköter in Bienenkostümen und Leute, die ihre Kaninchen an der Leine über die Straße führen. 

Doch das wirklich Geniale an der japanischen Hauptstadt: Die Karrierechancen sind richtig gut. Das zeigen alleine die aktuellen Statistiken: Die Japan National Tourism Organization (JNTO) konnte im vergangenen Monat die Zahl von 24,04 Millionen Japan-Besuchern für 2016 vermelden, ein Rekord seit Beginn der JNTO-Statistik im Jahre 1964. Der Großteil landet in Tokio, wo demnach immmer größerer Bedarf an perfekt geschultem Personal herrscht.

Der gebürtige Deutsche Andreas Fuchs ist Executive Chef im Grand Hyatt Tokyo und kann diese Entwicklungen nur bestätigen: „Die Einreisebestimmungen sind zwar streng, aber wenn man den richtigen Hospitality-Background mit den passenden Schulabschlüssen vorweisen kann, findet man vor allem in internationalen Hotels und Restaurants bestimmt einen Spitzenjob.“ Gehalt und Arbeitszeiten sind laut Fuchs relativ ähnlich wie in unseren Breitengraden, wenn man aber in seinem Lebenslauf Tokio nachweisen kann, sei das auf jeden Fall ein Meilenstein, der von Headhuntern und Personalern sofort wohlwollend registriert wird.

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15.03.2017