Ausgabe 204, Konzepte & Openings

Inspiration: Bricole in Berlin

Gelebte Bistronomie: Im Berliner Restaurant Bricole wurde einfach der Hauptgang abgeschafft und durch großartige Vorspeisen ersetzt.

Text: Daniela Almer     Fotos: Hiroshi Toyoda

ROLLING PIN Inspiration: Bricole in Berlin
Das dynamische Trio im Bricole (v. li. n. re.): Inhaber Fabian Fischer, Barchef Jan Rethemeier und Küchenchef Steven Zeidler.
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Das Niveau ist gehoben, aber nicht abgehoben im Service: Mit dem Bricole haben die klassischen französischen Hors-d’œuvres in moderner Version in Berlin Einzug gehalten.
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Gelungene Auswahl: Je drei Fleischgerichte gibt es im Bricole, drei Fischgänge, drei vegetarische Variationen ...
ROLLING PIN Inspiration: Bricole in Berlin
... und zwei Desserts sowie eine Käseplatte.
ROLLING PIN Inspiration: Bricole in Berlin
Gegessen und genossen wird im Bricole aber auch im Sharing- und Family Style in jedweder Gänge-Kombination, zu Craftbeer und einer Auswahl an exzellenten Weinen.

Hohelied auf die Vorspeise

Jung, en vogue und très français: Mit dem Bricole haben die klassischen französischen Vorspeisen in moderner Version in Berlin Einzug gehalten. Und das nicht etwa aus einer Laune heraus.

Unter dem Titel „Die Abschaffung des Hauptgangs“ wird auf der Facebook-Seite des Restaurants ein flammendes Plädoyer für Hors d’œuvres gehalten: „Was soll diese bald hundertfünzigjährige Tyrannei der richtigen Speisefolge, die um das Jahr 1840 vom russischen Gesandten in Paris eingeführt wurde?“

Im Bricole hat man sich mit diesem Problem auseinandergesetzt und die perfekte Lösung gefunden: „Eine Speisekarte, die kein Hauptgericht aufdrängt, sondern eine Auswahl von Gerichten anbietet, die man nach Lust und Laune kombinieren und bestellen kann.“

Je drei Fleisch- und Fischgänge gibt es, drei vegetarische Variationen, zudem zwei Desserts und eine Käseplatte. Preislich moderat liegen die Gerichte zwischen acht und zwölf Euro. Wählt man die Gänge als Menü, reduziert sich der Preis automatisch, nicht aber die Größe.

Gegessen und genossen wird im Bricole aber auch im Sharing- und Family-Style, zu Craftbeer und einer Auswahl an exzellenten Weinen. Für den normalen Hunger werden im Bricole übrigens drei Vorspeisenteller empfohlen.

Inhaber und treibende Kraft dieser Hors-d’œuvres-Bar ist Fabian Fischer, der zuvor unter anderem im legendären Borchardt unter Roland Mary tätig war und nun mit Küchenchef Steven Zeidler seinen eigenen Weg geht.

Konzept

Gelebte Bistronomie ohne viel Chichi.

Speisen

Auswahl an verschiedenen Gerichten in Tapas-Größe wie Ceviche vom Rotbarsch mit grünem Spargel, Kiwi und Basilikum oder Entenleberparfait mit Portweingelee, Rharbarbersalat und eingelegten Schalotten.

Preise

Zwei Teller kommen auf 18 Euro, drei Teller kosten 26 Euro und für vier Teller zahlt man 34 Euro.

bricole.de

06.04.2017