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Wie schmeckt eigentlich Rabano Sandia?

Der exotische Rettich wird seit Jahrhunderten in Asien kulinarisch gefeiert und macht auch als Garnitur eine sexy Figur.
April 6, 2017 | Fotos: Claudio Martinuzzi

Rabano Sandia

Farbenspiel

Wer sich diese exotische Frucht genauer ansieht, verliert sich unweigerlich in ihrem kräftigen lila-weiß marmorierten Farbenspiel. Doch nicht nur optisch lädt die Rabano Sandia zum Träumen ein.

Auch ihr spanischer Name erinnert an einen wagemutigen Torero, der sich gerade furchtlos mit einem wilden Bullen in einer staubigen Arena duelliert.
Dabei büßt die deutsche Übersetzung schnell ein wenig von diesem heroischen Flair ein. Hierzulande ist die Rabano Sandia nämlich besser unter dem weniger spektakulären Namen Wassermelonenrettich bekannt.

Keine Bange, die Rabano Sandia ist keineswegs eine verruchte Kreuzung aus einer Wassermelone und einem Radieschen. Geschmacklich verrät die leckere Frucht, die speziell in Asien seit Jahrhunderten kulinarisch gefeiert wird, ganz eindeutig ihre Zugehörigkeit zur Familie der Kreuzblütengewächse – sprich Rettiche.

Und wie die restliche Familienbande überzeugt auch der Wassermelonenrettich mit kräftiger, leicht süßer Schärfe, hebt sich aber dank seiner außergewöhnlichen Farben von seinen Verwandten ab.
In Japan und China wird die Rabano Sandia vor allem als eingelegtes Gemüse geschätzt. Dafür werden die Rettiche gewaschen, getrocknet und am besten auch von der Schale befreit.

In Scheiben geschnitten, wird der Wassermelonenrettich gemeinsam mit Zucker, Salz, Wasser und Essig kurz aufgekocht, bevor er beispielsweise mit Ingwer und Pfeffer ins Einmachglas wandert.
Gut eine Woche sollte der Wassermelonenrettich im Kühlschrank eingelagert werden, bevor er zum Verzehr geeignet ist. Aber nicht nur im Glas macht die scharfe Frucht eine gute Figur.

Als sexy Garnitur im Aperitif oder markante Komponente im Salat lässt sich der Wassermelonenrettich perfekt inszenieren. Frisch erhältlich ist der Wassermelonenrettich in unseren Breiten nur sehr schwierig (hier über R&S Gourmet Express).
Mit den richtigen Samen und einem grünen Daumen lässt sich der lila Rettich, der übrigens auch unter dem Pseudonym Chinesischer Rettich bekannt ist, auch in unseren Breitengraden problemlos anbauen.

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