Ausgabe 221

Hubert Wallner: Auf zu neuen Ufern

Hubert Wallner will etwas bewegen. In der Gastronomie allgemein und am Wörthersee speziell. was dem Wahlkärntner dabei so vorschwebt, exklusiv im Porträt.

Text: Andrea Böhm     Fotos: Claudio Martinuzzi, Walter Szalay

Gleich einmal vorweg: Nein, Hubert Wallner geht gar nirgends hin. Schon gar nicht weg aus Bad Saag. „Das Gerücht, ich würde weggehen, ist ein bisschen herumgegeistert. Aber das stimmt nicht“, bestätigt der Spitzenkoch höchstpersönlich. Aufatmen also unter den Stammgästen des See Restaurants Saag, das der gebürtige Niederösterreicher seit acht Jahren sein Eigen nennt. 

Natürlich ist noch immer das leidige Thema rund um die Pacht des Grundstücks offen. Hier ein kurzer Einblick in die Causa: Robert Glock, Sohn des gleichnamigen Waffenproduzenten, ist Pächter des Grundstücks, Hubert Wallner sein Subpächter. Laut Eigentümer, das ist das Land Kärnten, läuft dieser Vertrag nach acht Jahren aus, das wäre also jetzt.

Laut Glock wurde von Anfang an eine Acht-plus-weitere-acht-Jahre-Option ausgemacht. Das Land will davon nichts wissen. Zusätzlich hat das Land Kärnten das Bad Saag inklusive Haubenrestaurant zur Pacht ausgeschrieben und damit auch den Wirt selbst überrascht. In der Zwischenzeit ist schon ein bisschen Gras über die Sache gewachsen und Hubert Wallner hofft, es würde sich bald klären und im Idealfall auch an einem runden Tisch ausreden lassen. 

„Es laufen zurzeit noch die Gerichtsverfahren, was ich immer sehr schade finde, denn die Anwälte kosten viel Geld.“ Geld, das man durchaus besser investieren könnte, so Hubert Wallner: „Man könnte beim Strandbad was machen, zum Beispiel einen Kinderspielplatz.“ Doch sollte sich der Streit nicht mit vernünftigen Gesprächen lösen lassen, dann sagen die Anwälte vier bis sechs Jahre Verhandlungsdauer voraus.

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26.04.2018