Ausgabe 233, START Kreuzfahrt-Jobs und Arbeiten im Ausland

Anatoly Kazakov: Wie Russlands kreativster Koch auf Putins Importverbot reagiert

Wie Anatoly Kazakov vom Profi-Wasserballer zum Starkoch wurde. Der kreativste Koch Russlands über seine Frischephilosophie, seine Lieferanten und sein neuestes soziales Projekt.

Text: Laura Jung     Fotos: Monika Reiter, Roman Suslov

Ein Pionier mit Tatkraft

Anatoly Kazakov ist ein echter Pionier. Einer, der nicht nur verrückte Ideen hat, sondern sie auch in die Tat umsetzt. Einer, der bei Widrigkeiten nicht stehen bleibt, sondern seine Projekte trotz Widerständen auch zu Ende bringt. Am 11. März 1983 in Moskau geboren, lernte der junge Russe kochen, weil seine Mutter viel arbeitete und er sich selbst versorgen musste.

Anatoly Kazakov war beim ROLLING PIN Fotoshooting bester Laune.

Früh in der Verantwortung

In die Wiege gelegt wurde ihm der Kochberuf also nicht: Die Mutter war eine vielbeschäftigte Professorin der Wirtschaftswissenschaften, der Vater arbeitete als Jurist. „Ich habe noch einen Bruder, der fünf Jahre jünger ist als ich“, erzählt Kazakov, der schon früh Verantwortung übernehmen musste.

Sein ursprünglicher Plan war eigentlich, Profisportler zu werden: Der heutige Starkoch spielte 15 Jahre lang Wasserball auf höchstem Niveau, bis sich der zeitliche Aufwand irgendwann nicht mehr lohnte. „Die Verträge im Wasserball sind leider nicht vergleichbar mit Profi-Fußball oder Eishockey, also musste ich mir eine richtige Arbeit suchen.“ Eine glückliche Fügung für die russische Küche: Denn so begann Anatoly Kazakovs Karriere als Koch, die ihn letztendlich zum White-Rabbit-Küchenchef Vladimir Mukhin führte.

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15.02.2019