Ausgabe 234

Die unaufhaltbare Spirituosen-Queen: Leslie Merinoff-Kwasnieski

Die Gründerin von Matchbook Distilling in Greenport kreiert mit ihren Kunden individuelle Spirituosen vom Konzept bis zur Flasche im Regal.

Text: Laura Jung     Fotos: David Benthal

Alle sagten, das geht nicht. Und dann kam eine, die wusste das nicht und hat es einfach gemacht. So ähnlich könnte man die Geschichte von Leslie Merinoff zusammenfassen. Die Gründerin von Matchbook Distilling in Greenport, Long Island, hat ihr Traumprojekt verwirklicht und sich dabei nicht vom Staat New York aufhalten lassen.

Leslie Merinoff-Kwasnieski ist gewissermaßen in der Spirituosenindustrie aufgewachsen. Ihre Vorfahren gründeten den Canadian Club Whisky, ihr Vater leitet die Breakthru Beverage Group.

Merinoffs Überzeugung: Jeder Mensch sollte in der Lage sein, ausdrucksstarke und persönlich destillierte Spirituosen nach seinem Gusto zu kreieren. Sie war es leid, dass in den Geschäften immer die gleichen Flaschen in den Regalen stehen, die höchstwahrscheinlich dasselbe Dutzend Rezepte enthalten. „Unser Ziel ist es, das Spiel zu ändern und individuelle, kreativ destillierte Spirituosen in kleinen Mengen für jeden zugänglich zu machen, der Wert auf den Prozess, eine hohe Qualität und individuelle Kreativität legt“, sagt die Unternehmerin zu ihrer Motivation. 

Sie musste die rechtlichen Spielregeln ändern

Doch die rechtlichen Spielregeln ließen das nur sehr begrenzt zu. Hobbydestillierer konnten eigentlich nur mit zugelassenen Unternehmen zusammenarbeiten, was in der Praxis häufig nicht machbar war. Da­rüber hinaus sind die Kosten für die Ausrüstung hoch und der Weg zum Fachwissen des Destillierhandwerks aufwendig. „Es ist möglich, eigenen Wein und Bier herzustellen. Aber das gab es nicht für Spirituosen“, erklärt Merinoff das Problem, vor dem sie mit ihrer Leidenschaft für individuellen Gin, Whisky und Schnaps stand. 



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18.03.2019