Ausgabe 236

Alain Weissgerber: Der gallische Gockel Pannoniens

Alain Weissgerber übernahm 2014 das Küchenzepter seines Schwiegervaters Walter Eselböck im legendären Taubenkobel. Wie der französische Geschmackspurist es von der Militärkaserne zu den Fine-Dine-Tempeln der Welt schaffte – und den traditionsreichen Familienbetrieb in eine glänzende Zukunft führt.

Text: Lucas Palm     Fotos: Raphael Gabauer, Philip Horrak

Eine Erfolgsgeschichte mit Härten 

Das nordburgenländische Nest Schützen am Gebirge. Hier sagen sich Storch und Hase gute Nacht. Wäre da nicht das sagenumumwobene Taubenkobel. Das 1984 von Walter und Eveline Eselböck gegründete Restaurant machte die idyllische Ortschaft zur kosmopolitischen Fine-Dine-Destination schlechthin. Künstler, Literaten und Gourmets gleichermaßen versammelten sich hier um die bahnbrechenden pannonischen Gerichte der österreichischen Küchenlegende Walter Eselböck.

Nach kurzer Zeit habe ich einen eigenen Platz bekommen und nur noch für den Oberstab gekocht.

Alain Weissgerbers kulinarische Karriere nahm in Militäruniform bereits Fahrt auf

Mittendrin und nun als Küchenchef hinter dem Herd: Alain Weissgerber. Der gebürtige Elsässer übernahm 2014 das Küchenzepter seines Schwiegervaters – und bewies mit seinem puristischen Regionalismus, dass die Erfolgsgeschichte des traditionsreichen Familienbetriebs noch lange nicht auserzählt ist. 18 Punkte im Gault Millau oder auch die Auszeichnung „Coolest Place to eat 2016“ des renommierten Forbes Magazine sprechen eine klare Sprache. Doch der Weg dorthin war hart. Große Entscheidungen, dramatische Schicksalsschläge – all das blieb dem virtuosen Herdmagier nicht erspart. Aber eins nach dem anderen.

ALAIN WEISSGERBER WIRD AM 27. UND 28. MAI 2019 AUF ÖSTERREICHS GRÖSSTEM FOODSYMPOSIUM LIVE UND HAUTNAH ZU ERLEBEN SEIN!

 



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13.05.2019