Ausgabe 236

Heiner Raschhofer: Most Glorious Bastard

Ein filmreifes Konzept nach dem anderen stampft Heiner Raschhofer aus dem Boden. Mit Ideen wie Glorious Bastards, My Indigo Und der Dreieinhalb-Tage-Woche mischt er die Branche gehörig auf.

Text: Alexandra Polič     Fotos: Volker Weihbold, Soulkitchen Gruppe

Bier und Gastronomie im Blut

Wo Raschhofer draufsteht, steckt entweder Bier oder eine ordentliche Portion Überraschung drin. Als Heiner Raschhofer noch im Hotel der Eltern in Bad Gastein spielt, stellt der Onkel das Getränk nach Familientradition in einem Kupfersudkessel her. Heute, 40 Jahre später, führt seine Cousine die Brauerei. Das Hotel Hirt hat seine Schwester übernommen. Auch er hätte in die Fußstapfen der Eltern treten sollen. Doch nach Hotelfachschule und Praktika steht für ihn fest: „Das Hotelleben ist mir zu steif.“ Der Salzburger wird Regisseur. Seine gastronomischen Skripte macht er seither zu echten Blockbustern.

Könnte er, würde Heiner Raschhofer wohl alle sechs Monate ein neues Konzept in die Tat umsetzen: Der Salzburger Gastronom sprüht vor Ideen. Mit Lokalen wie dem Glorious Bastards und My Indigo sorgt er international für Furore.

Fünf erfolgreiche Konzepte, 21 Lokaleröffnungen und 450 laufende Arbeitsverträge später muss die Branche sich fragen: Wird eigentlich alles, was Herr Raschhofer spinnt, zu Gold? 26,4 Millionen Euro setzt seine Unternehmensgruppe im Jahr 2018 um. Der Serienerfolg, den er heute feiert, sei aber ein Gemeinschaftsprodukt. „Das ist immer ein Prozess, an dem sehr viele Leute mitarbeiten. Deswegen wird es, glaube ich, auch so geil. Ich setze vielleicht die Initialzündung, aber das Ergebnis ist dann meist etwas ganz anderes als der erste Entwurf“, sagt der Gastronom. Dass er und sein Team gemeinsam Großes schaffen, hat der Kreative wilden Ideen zu verdanken.

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13.05.2019