Ausgabe 231

Wie Bernd Pulker am Arlberg das Trinkgeld seines Lebens verspielte

Bernd Pulker ist Spitzensommelier und Heurigenwirt. Doch auch einer, der die Branche kennt wie seine Westentasche, macht nicht alles richtig. Welchen Fehler er bereut, hat er ROLLING PIN verraten.

Text: Andrea Böhm     Fotos: steve.haider.com

Er lebt in zwei Welten. Bernd Pulker ist Spitzensommelier und Heurigenwirt. Im Sommer in der Wachau, im Winter am Arlberg. Nach 16 Jahren mit diesem Wechselspiel kennt er das „Ost- West-Gefälle“ in all seinen Facetten. „Ich habe damit zu leben gelernt und teilweise auch zu lieben“, sagt der passionierte Gastronom. Man braucht nicht allzu viel Fantasie, um sich vorstellen zu können, dass Pulker mit seinen Erlebnissen und auch Hoppalas dieser Jahre Bücher füllen könnte. Und so schießt ihm eine Geschichte nach der anderen in den Sinn und jede ist es wert, erzählt zu werden. Doch es gilt, den einen größten Fehler rauszufiltern, und dem Niederösterreicher gelingt es letztendlich doch.

Bernd Pulker

Es hat sich nach einer Sommersaison im eigenen Heurigen in der Wachau zugetragen. Bernd Pulker kommt voll motiviert Ende November auf den Arlberg, bereit, eine fette Saison zu starten. „Den fremdsprachigen Gästen am Berg fällt es leichter, das Geld aus der Tasche zu ziehen, als den Einheimischen im Flachland“, erklärt der Sommelier den Grund.

Vor allem beim Tip lassen sich die Wintergäste nicht lumpen und wenn doch, wird freundlich und mit Schmäh darauf hingewiesen: „Tipping is not a town in China.“ „Die Parkplätze vor den Hotels und Restaurants in dieser Zeit gleichen dem Genfer Autosalon. Meistens sieht man die neuesten Modelle der Luxuslimousinen, noch bevor sie in der Zeitung abgebildet werden, hier am Arlberg“, veranschaulicht Pulker.

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22.11.2018