10 Top-Fakten über Zucker

Sugar Sugar, Baby! In unserer Bestenliste haben wir die 10 Must-Knows über Zucker für euch zusammengestellt!
November 13, 2015 | Fotos: Shutterstock

zucker

Zucker verschafft Lebensfreude pur und ist seit der Möglichkeit seiner industriellen Herstellung, also seit über 150 Jahren, aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aus Anlass des Welt-Diabetes-Tages am 14. November, der unter dem Motto „gesunde Ernährung“ steht, haben wir den Zucker mal unter die Lupe genommen. Denn in unserer Überflussgesellschaft steht das süße Produkt immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Es herrscht unter anderem die weitverbreitete Meinung vor, dass Zucker bekommt, wer zu viel Zucker isst. Aber das stimmt nur bedingt. Der Zucker selbst macht noch keinen Diabetes oder ist gar alleinverantwortlich für ungesunde Ernährung. Im Gegenteil. Zucker ist sogar extrem wichtig: Psychologisch tut uns süßer Geschmack gut und auch im Stoffwechsel ist Glukose elementar. Wir haben den Faktencheck gemacht, um mit den Mythen, Halbwahrheiten und Irrtümern, die sich rund um das Thema Zucker ranken, aufzuräumen.

1. Um zu wissen, wovon wir reden, stellen wir euch zunächst die verschiedenen Zuckervarianten vor: Saccharose (Rüben-, Rohr-, Haushalts- und Kristallzucker), Maltose (Malzzucker), Laktose (Milchzucker), Fruktose (Fruchtzucker), Glukose(-sirup) (Traubenzucker, Dextrose) und Invertzuckersirup (ein Gemisch aus gleichen Teilen an Traubenzucker und Fruchtzucker).

2. Die verschiedenen Zuckerarten werden vom Körper unterschiedlich aufgenommen. Während der Traubenzucker Speedy Gonzales-mäßig ins Blut schießt und damit das Gehirn blitzschnell mit der nötigen Energie versorgt, lässt sich die Saccharose mehr Zeit, um ins Blut zu gelangen, weil sie als Zweifachzucker erst in Glukose und Fruktose gespalten werden muss. Der Milchzucker ist der langsamste und kommt als letzter der genannten Zuckerarten im Blut an. Frucht- und Milchzucker erhöhen den Blutzuckerspiegel nur gering und auf natürliche Weise, also über Früchte und Milchprodukte. Es geht mit ihrer Aufnahme auch immer eine Vitamin- und Mineralstoffzufuhr einher. Fruktose wird zudem in Diabetikerprodukten, aber auch in Wellnessgetränken und Kinderprodukten als Süßungsmittel verwendet. Durch Studien hat man jedoch herausgefunden, dass Fruktose in hohen Mengen den Fettstoffwechsel beeinflusst.

3. Dass zu viel Zucker Diabetes verursacht, gehört in den Bereich der Märchen. Denn Studien konnten bislang keinen Hinweis darauf geben, dass der Genuss von Zucker das Diabetesrisiko erhöht. Vielmehr dürften die genetische Veranlagung, Übergewicht und Alter eine Rolle bei der Erkrankung an Diabetes (Typ 2) spielen.

4. Zucker ist nicht ungesund und macht auch nicht dick – sofern man es mit dem Konsum nicht völlig übertreibt. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört auch Zucker, der den Körper mit Energie versorgt und uns durch einen erhöhten Serotonin-Spiegel positiv stimmt. Und wenn die Waage zu viele Kilos anzeigt, sollte man nicht gleich mit dem Finger anschuldigend auf den Zucker zeigen. Fakt ist, dass sich die meisten Menschen kalorienreich ernähren und immer weniger bewegen. Die überschüssigen Kalorien speichert der Körper als Fett ab.

5. Die Ursache für Karies ist nicht Zucker, sondern Bakterien. Diese Bakterien bilden auf den Zähnen Beläge. Der Bakterienfilm baut Zucker oder Stärke zu Säuren ab, die den Zahnschmelz angreifen. Das beste Mittel gegen Karies ist nicht der Verzicht auf Zucker, sondern eine ausgewogene Ernährung und eine sorgfältige Zahnpflege.

6. Nicht anerzogen sondern angeboren. Dass Kindern die Vorliebe für Süßes anerzogen wird ist gleich wahr, wie etwa die Feststellung, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Also gar nicht. Es ist eine Tatsache, dass Menschen die Vorliebe für Süßes angeboren ist. Zucker liefert nicht nur wertvolle Energie, sondern signalisiert evolutionsbiologisch die Unbedenklichkeit eines Nahrungsmittels, da Giftstoffe eher bitter schmecken.

7. Ist Honig gesünder als herkömmlicher Haushaltszucker? Schnelle Frage, schnelle Antwort: Nein. Denn auch Honig besteht zu 80 Prozent aus Zucker. Zwar enthält er auch Vitamine und Spurenelemente, doch durch seine klebrige Konsistenz haftet er länger an den Zähnen und kann die Entstehung von Karies begünstigen.

8. Zucker lässt dich nicht jünger aussehen. Zucker verhindert das Wachstum von Mikroorganismen und den Verderb von Lebensmitteln. Wer jetzt denkt oder hofft, er könne durch den Verzehr von Süßigkeiten auch sein jugendliches Aussehen „konservieren“, erreicht das Gegenteil. Ein hoher Blutzuckerspiegel ist für den Verlust der Hautelastizität verantwortlich.

9. Matt statt wirklich satt. Produkte mit einem hohen Zuckergehalt versorgen den Körper zwar schnell mit Energie, sättigen aber oftmals nur für kurze Zeit. Der Blutzuckerspiegel steigt in die Höhe und sinkt dann schnell wieder ab. Dadurch entsteht Heißhunger, der Körper verlangt nach noch mehr Zucker. In der Folge fühlen wir uns müde, schlapp und energielos. Menschen, die zu viel Zucker und industriell verarbeitete Nahrung konsumieren, haben häufig Darm- und Verdauungsstörungen und sind übersäuert. Um Heißhunger zu vermeiden, empfehlen Ernährungswissenschaftler regelmäßige Mahlzeiten und ausreichend zu trinken.

10. Diät mit Zuckerverzicht? Wer sich dafür entscheidet, Zucker aus seinem Ernährungsplan zu streichen oder ihn einzuschränken, tauscht diesen oft gegen künstliche Süßstoffe wie Saccharin oder Aspartam aus. Obwohl sie keine oder nur wenige Kalorien haben, lassen Untersuchungen vermuten, dass sie den Blutzuckerspiegel erhöhen. Zudem gibt es Studien darüber, dass künstliche Süßstoffe eine Veränderung der Darmbakterien herbeiführen, die schlimmstenfalls Fettleibigkeit und Diabetes Typ 2 begünstigen kann.

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