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Diese Dinge werden in Hotels am häufigsten gestohlen

Wer in seinem Hotel nach dem Abreisen der Gäste nur Seifen oder Bademäntel vermisst, darf sich glücklich schätzen. Denn laut einer Befragung von mehr als tausend Hoteliers lassen Hotelgäste gerne mal ausgestopfte Jagdtrophäen, Badarmaturen oder Pianos mitgehen.

Fotos: Wellness Heaven

Der Wellness-Guide Wellness Heaven befragte Hoteliers von 4 und 5 Sterne Hotels, welche Gegenstände ihre Gäste am häufigsten mitgehen lassen. Das Hauptergebnis der Studie: Ein Großteil der Gäste klaut Handtücher oder Bademäntel. Doch neben diesen "gewöhnlichen Gegenständen" gibt es eine Vielzahl an Ausreißern, die zeigen, wie fantasievoll die diebischen Gäste mitunter sind. 

Ausgestopfte Tiere im Reisekoffer

Manche Hotelgäste scheinen sich mit dem gebuchten Hotel auch gleich den nächsten Shopping-Trip erspart zu haben. So berichtet etwa ein Hotelbesitzer aus dem Sauerland davon, wie eines Morgens die gesamte Stereoanlage des Wellness-Bereichs verschwunden war: Wellness-Langfinger haben offenbar über Nacht das gesamte Sound-Equipment abmontiert und als Gastgeschenk ins Auto verladen, bevor sie das Weite suchten. 

In Frankreich wurde ein Hotelgast bei dem Versuch erwischt, einen ausgestopften Wildschweinkopf zu stibitzen. Später kam er doch noch zu seiner Trophäe: Freunde kauften dem Hotel das gute Stück ab und schenkten es ihm zur Hochzeit. 

In einem Hotel in England hatte ein Gast kurzerhand die Nummern von seiner Hotelzimmertür abmontiert. "Wir haben das erst bemerkt, als der nachfolgende Gast sein Zimmer nicht finden konnte", erzählt die Hoteldirektorin.

Die Holländer und das Toilettenpapier

Betrachtet man das Diebstahlverhalten der einzelnen Nationen, zeigen sich klare Muster. So zeichnen sich etwa deutsche Hotelgäste nicht unbedingt durch Kreativität aus und belassen es meist bei Handtüchern, Bademäntel oder Kosmetik. Österreicher zeigen sich hier schon um einiges genussorientierter und lassen am liebsten Geschirr und Kaffeemaschinen mitgehen.

Holländer sehen in ihrem Diebesgut vor allem den praktischen Nutzen und heimsen Glühbirnen und Toilettenpapier ein, während es französische Hotelgäste schon um einiges spektakulärer mögen und mit Abstand am häufigsten Fernsehgeräte und Fernbedienungen einpacken.

Große Unterschiede zwischen 4-Sterne- und 5-Sterne-Hotels

Insgesamt wurden 602 Hoteliers von 4-Sterne-Häusern sowie 491 von 5-Sterne-Hotels befragt, um das Diebesverhalten in Abhängigkeit vom Wohlstand der Gäste zu ermitteln. Dabei zeigt sich, dass das Sprichwort “Greed is good” gerade bei betuchten 5-Sterne-Gästen ein zuverlässiges Motto zu sein scheint. 

So ist etwa die Wahrscheinlichkeit, dass hochwertige TV-Geräte aus dem Zimmer geklaut werden, bei Gästen im 5-Sterne-Segment neunfach höher als bei Reisenden in 4-Sterne-Hotels. Auch Kunstwerke, Tablet PCs oder sogar Matratzen sind in Luxushotels ein begehrtes Objekt der Begierde.

4-Sterne-Gäste begnügen sich hingegen mit weniger spektakulären Geschenken: Handtücher und Kleiderbügel sind bei ihnen tendenziell beliebter als bei 5-Sterne-Gästen, praktische Utensilien wie Batterien und Fernbedienungen klaut der 4-Sterne Hotelgast besonders gerne.

www.wellnesheaven.de

01.08.2018