Fisch aus dem 3D-Drucker: Ein Wiener Start-up macht’s möglich

Struktur, Konsistenz und Farbe stimmen: Beim Wiener Start-up Legendary Vish kommt das Lachsfilet dem Original erschreckend ähnlich. Hergestellt hat es ein 3D-Drucker.
August 26, 2020 | Fotos: Legendary Vish

Lachs aus dem 3D-Drucker? Kann das schmecken? Das Wiener Start-up Legendary Vish sagt ja – und verspricht: Keiner wird einen Unterschied bemerken. Zugegeben, dieser Variante der Fischzucht können zumindest die moralischen Geschmacksnerven zu 100 Prozent überzeugen. Denn von Überfischung und Hormonfisch wird vielleicht wenig gesprochen, präsent ist das Thema aber doch.

Lachs aus dem 3D-Drucker? Kann das schmecken? Das Wiener Start-up Legendary Vish sagt ja – und verspricht: Keiner wird einen Unterschied bemerken. Zugegeben, dieser Variante der Fischzucht können zumindest die moralischen Geschmacksnerven zu 100 Prozent überzeugen. Denn von Überfischung und Hormonfisch wird vielleicht wenig gesprochen, präsent ist das Thema aber doch.

Weil die Weltbevölkerung rasant zunimmt, wir – auch trotz Wirtschaftskrise – immer wohlhabender werden und weil mit dem Einkommen der Proteinkonsum steigt. „So wie jetzt kann es in 50 Jahren nicht mehr weitergehen. Vielleicht können andere Firmen und auch wir einen Teil dazu betragen, damit sich das ins Positive wendet“, bestätigt Legendary-Vish-CEO Robin Simsa gegenüber der APA. Mit seinem gedruckten Fischersatz möchte er eine nachhaltige Alternative zu Proteinquellen aus Ozeanen und Seen liefern.


Legendary Vish arbeitet an einer nachhaltigen Fisch-Alternative. Ein kleiner Spoiler vorab:
Der Lachs auf der linken Seite kommt aus dem 3D-Drucker.

Woraus besteht Fisch aus dem 3D-Drucker?

Aber: Konsistenz und Struktur eines Lachsfilets nachzuahmen, dürfte keine einfache Angelegenheit sein. Woraus besteht also jene Masse, aus der der Drucker letzten Endes ein essbares Modell baut, das dem Original erschreckend nahe kommt? Aus „Pilzproteinen und verschiedenen Algenextrakten, um auch den Geschmack wiederzugeben“, erklärt Simsa. Das heiße Gemisch wird anschließend „in einem 3D- Drucker in eine Form strukturiert“. Aktuell konzentriert sich das Start-up auf die Produktion von Lachsfilets, das Team hat aber auch vor, Alternativen für andere Fischarten zu finden. 2022 soll das erste gedruckte Lachsfilet auf den Markt kommen.

Fleisch- und Fischersatz auf dem Vormarsch

Ähnliche Pläne haben auch andere Unternehmen bereits geäußert. Vor Kurzem erklärte beispielsweise die Fastfood-Kette KFC, dass sie künftig Chicken Nuggets mithilfe eines 3D-Druckers produzieren wolle. Ein israelisches Unternehmen wiederum bastelt derzeit gerade an einem gedruckten Steak. Dass nun auch an Fischersatz gearbeitet wird, zeigt, dass viele Unternehmen – und Konsumenten – den Weg hin zu bewusstem Lebensmittelkonsum ebnen.

www.legendaryvish.com

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