Indisches Hotel-Imperium OYO will auf den deutschen Markt

Das sechstgrößte Hospitality-Unternehmen der Welt will nach Deutschland expandieren. Der erst 25-jährige Hotel-Visionär und Gründer Ritesh Agarwal hat mit OYO Großes vor.
Mai 8, 2019 | Fotos: Shutterstock, Screenshot Linkedin

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Die größte Hotelkette Indiens will nach Deutschland expandieren.

OYO sucht deutschlandweit nach Führungskräften

Wer in den vergangenen Wochen nach Hotel-Jobs in deutschen Großstädten gesucht hat, könnte vermehrt auf einen Namen gestoßen sein: OYO Hotels & Homes. Die indische Hotelkette, die in seinem Ursprungsland bereits mit 9000 Hotels zusammenarbeitet, will nun auch den deutschen Markt erobern, berichten Handelsblatt und Tageskarte.
Ein OYO-Team sei derzeit damit beschäftigt, den Markt zu analysieren, sagt ein Sprecher des Unternehmens dem Handelsblatt. Gleichzeitig sucht das Hotel-Imperium aber bereits deutschlandweit nach Führungskräften.
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In Deutschland sucht OYO nicht nur nach einem Country Manager.
Weltweit gehören der Marke OYO mittlerweile mehr als 18.000 Hotels in über zehn Ländern an. Beeindruckend ist nicht nur seine Expansions- sondern auch seine Entstehungsgeschichte. Mit einem Stipendium des PayPal-Gründers Peter Thiel startet Ritesh Agarwal 2013 im Alter von nur 19 Jahren das OYO-Business.

Der Idee zugrunde liegt ein Zufall. Mit 18 Jahren schließt sich Agarwal aus seiner Wohnung aus – er muss in ein Hotel einchecken. „Der Rezeptionist schlief, die Steckdosen funktionieren nicht, die Matratzen waren auseinander gerissen und am Ende konnte ich nicht mit Karte bezahlen“, erzählt Agarwal der BBC. „Warum kann Indien keinen guten Hotelstandard zu vernünftigem Preis bieten?“, fragt er sich. Und erfindet die Lösung: Er gründet OYO Rooms. 2016 wählt das Magazin Forbes den Inder in die Liste der 30 unter 30 in puncto Consumer Technology.  
Warum kann Indien keinen guten Hotelstandard zu vernünftigem Preis bieten?
Mit nur 18 Jahren stellt sich Ritesh Agarwal die entscheidende Frage – und gründet ein Imperium
Laut Handelsblatt ist die am schnellsten expandierende Hotelkette der Welt heute fünf Milliarden Dollar Wert. Namhafte Sponsoren wie die SoftBank-Gruppe oder die China Lodging Group halten Anteile an der Firma. Auch AirBnb hat nun angekündigt, in das Unternehmen zu investieren.
Erst vor wenigen Tagen kauft Agarwal Axel Springer seinen Mehrheitsanteil an der niederländischen Leisure Group ab. Das Unternehmen zählt zu den führenden Ferienunterkunfts-Anbietern in Europa „Mit OYO Hotels & Homes, einem der schnellsten wachsenden Hospitality-Unternehmen der Welt, haben wir nun einen neuen Eigentümer gefunden, der sehr gut zu uns und unserer nächsten Entwicklungsphase passt“, zitiert Tageskarte dessen CEO Tobias Wann.

Oyo will weltgrößte Hotelkette werden

„Wir sehen einzigartiges Potential im Markt für Ferienhäuser“, sagt Geschäftsführer Agarwal über den Coup. 115.000 Wohneinheiten mehr zählt er nun zu seinem Imperium. Geht es nach dem Visionär, war das erst der Anfang. Das lässt zumindest ein Satz in der Stellenanzeige vermuten: „Wir sind bereits auf dem Weg, bis 2023 die größte Hotelmarke der Welt zu werden“, heißt es auf glassdoor.de. Gesucht wird ein Country Manager für Deutschland. oyorooms.com

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