Jörg Bruch verlässt den Hangar-7

Nach fast 16 Jahren verlässt Küchenchef Jörg Bruch den Hangar-7 – und beginnt damit einen neuen Lebensabschnitt.
Februar 24, 2020 | Fotos: Helge Kirchberger Photography

Was waren die Highlights der letzten 16 Jahre?

Seit 2004 war Jörg Bruch Teil einer der besten Küchenbrigaden Österreichs: Im Salzburger Zweisterner Ikarus im Hangar-7 garantierte er als Küchenchef – zusammen mit Tommy Eder-Dananic und dem Executive Chef Martin Klein – Monat für Monat die kongeniale Umsetzung eines hochkarätigen Gastkochmenüs. 

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Jörg Bruch mit seinem Bruchstück #1, dem Perlen-Dispenser, der in rund 20 bis 40 Minuten circa 100 Gramm Perlen erzeugt.

Mit sage und schreibe 170 Gastköchen kochte der gebürtige Bad Dürrheimer im Laufe dieser sechzehn Jahre auf Augenhöhe. Mauro Colagreco, René Redzepi, Joan Roca, Daniel Humm, Sergio Herman – mit jedem internationalen Küchenkapazunder war Bruch in den letzten eineinhalb Jahrzehnten auf Du und Du, wobei das Hangar-7-Urgestein den US-amerikanischen Molekularküchengott Grant Achatz zu einem seiner Highlights zählt.

Außerdem galt Bruch natürlich auch in der hauseigenen Ikarus-Menü-Zauberei unter Martin Klein als Grundsäule im Schaffen des 2-Sterne-Gourmettempels. 

Was macht Jörg Bruch als Nächstes?

Doch wie jetzt feststeht, wird der diesjährige Februar-Gastkoch Ciccio Sultano Jörg Bruchs letzter sein. Denn ab dem kommenden Monat widmet sich der Noch-Küchenchef ausschließlich seinem eigenen Unternehmen namens „Bruchstücke“. „Ich möchte jetzt, nach 16 Jahren im Hangar, mit meinem Wissen, meiner Kreativität und meiner Effizienz, die ich dort gelernt und praktiziert habe, rausgehen und sie für andere einsetzen“, so Bruch. Sein Nachfolger als Küchenchef an der Seite von Tommy Eder-Dananic wird der langjährige Ikarus-Sous Chef Martin Ebert.

Konkret betreibt Bruch unter dem Namen „Bruchstücke“ also ein Consulting-Unternehmen, mit dem er neuen gastronomischen Unterfangen mit Rat und Tat beiseitesteht. Außerdem betreibt der mit allen kulinarischen Wassern Gewaschene unter diesem Markennamen auch seine „technischen Helfer“ wie beispielsweise das Bruchstück #1, einen Perlen-Dispenser. Das Ziel, so Bruch, wäre, zehn Bruchstücke auf den Markt zu bringen.

Man darf also gespannt sein, in welcher Form Jörg Bruch und seine „Bruchstücke“ einem in gastronomischer Zukunft noch begegnen werden.

www.bruch-stuecke.at

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