L.A.: Influencer zahlen doppelt!

Ein Eisverkäufer schickt dreiste Influencer ohne Eis nach Hause – und wird damit zum Star der Anti-Influencer-Bewegung.
Juli 8, 2019 | Fotos: Screenshot Instagram

Keinen Bock auf schwache Deals

Die kuriosen Auswirkungen des Instagramhypes sind offenbar grenzenlos. Und der Fall des Eisverkäufers Joe Nichi in der kalifornischen Hauptstadt Los Angeles wohl umso bezeichnender. Denn: (Selbsternannte) Influencer verlangen auch von ihm gratis Dienstleistungen, indem sie im Gegenzug Werbung auf ihren ach so hippen Accounts versprechen. Das Problem dabei: Joe Nichi hat keinen Bock. Und macht das auch noch öffentlich.
Ich möchte, dass Leute in ein Restaurant gehen, weil das Essen und der Service einfach fantastisch sind.
Der Eisverkäufer Joe Nichi über den Grund seiner Aktion gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian 

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Joe Nichis Posting ging nicht nur viral, sondern bescherte ihm auch ein Vielfaches an Aufmerksamkeit und das Doppelte an Kunden. 

#InfluencersAreGross

In seinem Eisgeschäft namens CVT Soft Serve häuften sich in jüngster Zeit zunehmend die Anfragen der Instagram-Schnorrer. Nichi lehnte konsequent jedes Angebot ab – und hatte es offenbar satt, täglich dafür so viel Zeit zu investieren. Also postete er ein Photo, auf dem unmissverständlich klargestellt wurde: „Influencers pay double“. Nicht nur schrieb er dazu, dass er keinem der Influencer „jemals ein Gratiseis gegen ein Posting“ geben würde, sondern versah sein Posting auch mit dem provokanten Hashtag #InfluencersAreGross.
Wir sind Anti-Influencer-Influencer.
Joe Nichi positioniert sich klar – und steigerte damit seinen Umsatz erheblich  

Kunden haben sich verdoppelt 

Das Posting, das inzwischen viral ging, verschaffte Joe Nichi mittlerweile so viel Werbung und Aufmerksamkeit, wie es wohl kein noch so dubioser Influencer-Deal geschafft hätte. Die Anzahl der Kunden hat sich laut der englischen Tageszeitung The Guardian verdoppelt, außerdem – fun fact – erhielt Joe Nichis Instagram-Account Tausende neue Follower. „Wir sind Anti-Influencer-Influencer“, sagte Nichi zu The Guardian. "Es ist weird… Aber ich denke, es ist wirklich lustig. Ich hoffe, es inspiriert kleine Betriebe dazu, sich selbst treu zu bleiben und Leuten [Influencern, Anm. d. R.] zu sagen, sich zu verpissen.“
Außerdem möchte Nichi seinen Kollegen etwas Grundlegendes mitgeben: „Ich hoffe, dass immer mehr Menschen verhindern werden, dass Likes und Kommentare und Follower ihr Business untergraben. Ich möchte, dass Leute in ein Restaurant gehen, weil das Essen und der Service einfach fantastisch sind." www.cvtsoftserve.com

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