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José Andrés: Ein Koch mit Chance auf den Friedensnobelpreis

José Andrés wäre der erste Koch der Welt, der für seinen humanitären Einsatz den Friedensnobelpreis erhält.

Fotos: Ryan Forbes

José Andrés wurde aufgrund seines humanitären Einsatzes für den Friedensnobelpreis 2019 nominiert. Mit seiner Non-Profit-Organisation World Central Kitchen, die er 2010 nach dem schwerwiegenden Erdbeben auf Haiti ins Leben gerufen hat, versorgt er Menschen in Katastrophengebieten auf der ganzen Welt mit Nahrung.

José Andrés

Ein Koch und der Friedensnobelpreis

Nachdem Hurrikan Maria im vergangenen Jahr auf Puerto Rico gewütet hatte, unterstützte der gebürtige Spanier mit seiner Organisation die Opfer mit über drei Millionen Mahlzeiten. In den letzten Wochen half das Team den Betroffenen der Waldbrände in Kalifornien. Zu Thanksgiving machte es der 49-Jährige mit Hilfe von zahlreichen Freiwilligen möglich, dass sich rund 15.000 Menschen trotz der Katastrophe ein traditionelles Dinner schmecken lassen konnten. Das sind nur zwei von vielen Beispielen der Arbeit Andrés und seiner World Central Kitchen.

„Durch Andrés Arbeit konnten Millionen Menschen ernährt werden. Mit seinem unglaublichen Spirit und seiner innovativen Art versucht er alles, um eines der ältesten Probleme der Welt zu lösen“, kommentiert ein Vertreter des Nobelpreiskomitees, John Delaney, die Nominierung des Kochs.

Der Name Andrés könnte nach der Preisverleihung im Oktober 2019 in einem Atemzug mit Barack Obama oder Mutter Teresa genannt werden. „Oh wow, die nominieren wohl jeden“, äußerte sich der 49-Jährige bescheiden gegenüber der Washington Post, als er von seiner Nominierung erfahren hatte.

Der Spanier, der unter anderem bei Ferran Adrià im elBulli gelernt hat, ist 1991 in die USA gekommen und besitzt heute mehrere Restaurants, unter anderem in Washington D.C., Los Angeles oder Puerto Rico.

www.joseandres.com

29.11.2018