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Löhne im Hotel- und Gastgewerbe in Österreich steigen leicht

Dazu brauchte es fünf Lohn- Gehaltsrunden, die rund 220.000 Beschäftigte in der Branche betreffen.

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Was ist erreicht worden?

Nach fünf intensiven Lohn- und Gehaltsrunden mit den Gewerkschaften vida und GPA konnten heute, Freitag, neue Lohn- und Gehaltsabkommen für die rund 220.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe abgeschlossen werden. Der Mindestlohn für ungelernte Hilfskräfte wird mit 1.5.2019 auf 1540 Euro angehoben, die Löhne und Gehälter in den übrigen Kategorien variieren je nach Bundesland und steigen um durchschnittlich 2,76 Prozent (Arbeiter) bzw. 2,47 Prozent (Angestellte).

Die Verhandlungen haben zu leichten Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter der Hotellerie und Gastronomie gebracht.  

Was bedeutet das für die Lehrlinge?

Die Lehrlingsentschädigungen wurden auf 760 Euro im 1. Lehrjahr, 860 Euro im 2. Lehrjahr, 980 Euro im 3. Lehrjahr und 1075 Euro im 4. Lehrjahr angehoben, was einer Steigerung zwischen vier und fünf Prozent entspricht. Darüber hinaus haben die Sozialpartner eine Anrechnung der Karenzzeiten im Ausmaß von 24 Monaten sowie drei Monate für Pflegekarenzen bzw. sechs Monate für die Sterbebegleitung naher Angehöriger und schwerstkranker Kinder vereinbart. Auch einige formalrechtlich notwendige Bereinigungen im Text der Kollektivverträge wurden durchgeführt.

Wie geht es weiter?

Ein neuer Verhandlungstermin zur Weiterentwicklung des Rahmenkollektivvertrages wurde von den Sozialpartnern für Anfang Juli vereinbart. Die Verhandlungsführer, Mario Pulker für den Fachverband Gastronomie und Susanne Kraus Winkler für den Fachverband Hotellerie, sprachen von einem sehr konstruktiven und sachlichen Klima bei den Verhandlungen. Was das Rahmenrecht anbelangt, sei man derzeit noch zu keinem Abschluss kommen, die Verhandlungen diesbezüglich werden aber am 10. Juli fortgesetzt.

26.04.2019