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Mehrwertsteuer für Flusskreuzfahrten steigt

Dem boomenden Kreuzfahrttourismus auf deutschen Flüssen droht ein herber Dämpfer.




Die ermäßigte Mehrwertsteuer für Flusskreuzfahrten von derzeit sieben Prozent ist Geschichte. Kreuzfahrer auf Elbe, Rhein oder Donau müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen und den Steuersatz von 19 Prozent zahlen. Seit 1984 wurde auf Tickets für Fahrgastschiffe nur der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent erhoben. Wegen der Anhebung auf 19 Prozent befürchtet die Branche den Verlust von bundesweit 2600 Arbeitsplätzen. Dem Staat winken Mehreinnahmen von etwa 20 Millionen Euro im Jahr.

Die Kreuzfahrtindustrie fürchtet nun hohe Verluste: Zum einen könnten Kunden zu ausländischen Anbietern abwandern, die niedrigere Preise bieten. Zum anderen müssen die Reedereien ihre Angebote neu kalkulieren und ihre Werbebroschüren anpassen. Prospekte, die 2011 gedruckt wurden, weisen teilweise noch die alten Preise auf, die auf dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz basieren.

Quelle: jus/dpa/Spiegel

Bild: A-ROSA Flussschiff GmbH

14.11.2015