Liquid Death: Wie aus Wasser ein Kult-Getränk wurde

Ein Start-up machte Wasser aus Österreich zum Millionengeschäft in den USA. Das Geheimnis steckt im Marketing.
August 11, 2022 | Fotos: Liquid Death

Wie verkauft man eine Dose Wasser?

Im Film „The Wolf of Wall Street“ fordert Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) seine Mitstreiter mit den Worten „Verkaufe mir meinen Stift“ dazu auf, ihr Verkaufstalent unter Beweis zu stellen. Seitdem soll die Frage immer wieder in Bewerbungsgesprächen auftauchen. Der Gedanke dahinter: Wer fähig ist, für so etwas Einfaches wie einen Kugelschreiber Interesse zu wecken, kann alles verkaufen.

An diese Szene erinnert die Erfolgsgeschichte des US-amerikanischen Start-ups „Liquid Death“ (Deutsch: Flüssiger Tod). Das Produkt, das das Unternehmen aus Los Angeles verkauft, ist weder eine Weltneuheit, noch einzigartig. Es handelt sich um Mineralwasser aus österreichischen Quellen, in Dosen abgefüllt von der Frankenmarkter Getränkefirma Starzinger.

„Verkaufe mir eine Dose Wasser“ – viele würden an dieser Aufgabe scheitern. Der Unternehmer Mike Cesario, der früher bei Netflix arbeitete, zeigt vor, wie es geht. Und ist damit überraschend erfolgreich. Anfang des Jahres 2022 wurde seine Firma mit 525 Millionen US-Dollar bewertet. Wie schaffte es Liquid Death zur Trendmarke?

liquid-death
Liquid Death ist ein Paradebeispiel für gelungenes Marketing

Wie verkauft man eine Dose Wasser?

Im Film „The Wolf of Wall Street“ fordert Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) seine Mitstreiter mit den Worten „Verkaufe mir meinen Stift“ dazu auf, ihr Verkaufstalent unter Beweis zu stellen. Seitdem soll die Frage immer wieder in Bewerbungsgesprächen auftauchen. Der Gedanke dahinter: Wer fähig ist, für so etwas Einfaches wie einen Kugelschreiber Interesse zu wecken, kann alles verkaufen.

An diese Szene erinnert die Erfolgsgeschichte des US-amerikanischen Start-ups „Liquid Death“ (Deutsch: Flüssiger Tod). Das Produkt, das das Unternehmen aus Los Angeles verkauft, ist weder eine Weltneuheit, noch einzigartig. Es handelt sich um Mineralwasser aus österreichischen Quellen, in Dosen abgefüllt von der Frankenmarkter Getränkefirma Starzinger.

„Verkaufe mir eine Dose Wasser“ – viele würden an dieser Aufgabe scheitern. Der Unternehmer Mike Cesario, der früher bei Netflix arbeitete, zeigt vor, wie es geht. Und ist damit überraschend erfolgreich. Anfang des Jahres 2022 wurde seine Firma mit 525 Millionen US-Dollar bewertet. Wie schaffte es Liquid Death zur Trendmarke?

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Liquid Death ist ein Paradebeispiel für gelungenes Marketing

Kreativität ist Trumpf

Dass sich das Wasser aus Frankenmarkt in den USA so gut verkauft (und noch dazu zum Preis von 1,69 USD pro Halbliterdose), liegt vor allem an der ausgefallenen Marketing-Strategie. Diese beginnt mit dem Slogan „Murder your thirst“, der den Namen des Getränks erklärt.

Marketing stand schon von Beginn an im Zentrum der Unternehmensgeschichte. Als Cesario sich den Markennamen „Liquid Death“ 2017 sicherte, begann er damit, mit einem Werbevideo das Marktinteresse einzuschätzen – und das noch bevor es ein fertiges Produkt zu verkaufen gab. Die Intention war damals, ein Getränk zu schaffen, das mit Energydrinks oder Bier mithalten kann – ohne die ungesunden Nebenwirkungen. Der heutige Verkaufserfolg zeigt: Cesario hat quasi das Wasser neu erfunden.

Bis heute produzierte das Unternehmen zahlreiche aufsehenerregende Videos. In einem ist zum Beispiel der Jackass-Star Steve-O zu sehen, wie er sich mit Wasser statt Tinte tätowieren lässt, ein anderes ist ein zehnminütiges Workout-Video mit dem spärlich bekleideten Comedian Bert Kreischer. Zudem verkauft Liquid Death unterschiedliche Merchandise-Produkte, vom T-Shirt bis hin zu durch Plastikmüll verunstalteten Plüschtieren, die Stoff für Albträume sind.

 

 
 
 
 
 
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Klimaschutz zieht

Doch schräge Videos sind nicht das einzige, womit Liquid Death Wellen schlägt. Eines der größten Verkaufsargumente der Marke ist der Klimaschutz. Aluminiumdosen seien umweltfreundlicher als Plastikflaschen, der Kauf einer Wasserdose trage also dazu bei, die Welt zu retten, so die Botschaft. Dass die Dosen erst aus Österreich nach Amerika verschifft werden müssen, und dass längst nicht jede Aludose recycelt wird, daran soll der Konsument am besten nicht denken.

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