Wiesn-Plakat unter KI-Verdacht
Jedes Jahr ruft die Stadt München zum öffentlichen Wiesn-Plakatwettbewerb auf, bei dem Profis und Hobby-Grafiker ihre Entwürfe einreichen. Am Ende entscheiden ein Publikumsvoting und eine Jury über das offizielle Motiv, das dann auf Krügen, Plakaten und Merch landet. Für den ersten Platz gibt es mehrere Tausend Euro Preisgeld und Lizenzhonorar.

Jetzt sorgt das neue Oktoberfest-Plakat 2026 für hitzige Debatten: Kritiker wittern KI-Spuren im Siegerentwurf von Florian Huber, doch er selbst und die Stadt München weisen die Vorwürfe entschieden zurück: KI ist seit 2024 im Wettbewerb verboten, Einsendungen werden streng geprüft. Drei Experten sind zum Schluss gekommen, dass Keine KI-Generatoren im Spiel waren. Geprüft wurden unter anderem die offenen Dateien, Bearbeitungsprogramme, eine Fotodokumentation der Schritte und der Austausch mit dem Künstler.
Statt einfach mal mit dem Sieger mitzufeiern, gibt es ein digitales Fingerhackeln um Echtheit, KI-Tools und Moral. Jeder zoomt rein, jeder analysiert, jeder weiß es besser.
Vielleicht wäre genau jetzt der Moment, sich online wie offline ein bisserl weniger zu zanken und ein bisschen mehr miteinander anzustoßen. Auf Kreativität. Auf faire Wettbewerbe. Und auf die Wiesn, die am 19. September wieder losgeht.