Rathauskeller - Der Melker Gasthof

Beschreibung von Rathauskeller - Der Melker Gasthof in Melk

50-250 Mitarbeiter
ankommen, geniessen & wohlfühlen

Mit Kontinuität und Qualität zum gastronomischen Erfolg

Von einem Zwei-Mann-Team im Kalmuck zu einem 60-köpfigen Betrieb. Seit mehr als zehn Jahren prägen René Reinmüller und Mario Sassmann die Melker Gastronomie-Szene. Seit Februar 2015 den Rathauskeller, von Juni 2020 zeichnen sie für den kulinarischen Genuss auf der Schallaburg verantwortlich und seit April 2022 managen sie mit dem Wachauerhof in Melk auch das grösste Hotel der Stadt.

Corona spornte sie zur Flucht nach vorn an, denn Aufgeben kommt für die leidenschaftlichen Unternehmer keinesfalls in Frage.

„Die letzten elf Jahre waren eine spannende Reise“, sagt René Reinmüller mit einem leicht nostalgischen Ton in seiner Stimme. Er blättert in den Fotos von den massiven Umbauarbeiten des Melker Rathauskellers aus dem Jahr 2014. Berge von Schutt, eingerissene Wände und schweres Baugerät sind darauf zu sehen. Im gemütlichen Ambiente des heutigen Lokals lässt sich diese Zeit nur mehr erahnen. „Hier ist kein Stein auf dem anderen geblieben“, erklärt auch Reinmüllers Cousin und Geschäftspartner Mario Sassmann, und lässt seinen Blick durch den Rathauskeller wandern.

Gestaltet wurde das Gasthaus nach ihren Vorstellungen. Um die Ideen umzusetzen, haben sie sich auch finanziell mit einer großen Summe an den Arbeiten beteiligt. Neben dem Rathauskeller haben sie in dieser Zeit auch noch eine Weinbar betrieben – das Kalmuck, das nur einen Steinwurf vom Gasthaus entfernt liegt. Darüber hinaus vermietet das Unternehmer-Duo Zimmer und Appartements: 11 Zimmer im Rathauskeller sowie zwei Appartements und zwei Doppelzimmer in einem Gebäude daneben („Die Residenz“), das sie 2018 gekauft und umgebaut haben. Mit Juni 2020 führen sie zudem die Gastronomie auf der Schallaburg und seit April 2022 den Wachauerhof: ein 3-Sterne-Betrieb im Herzen von Melk, 72 Zimmer, rund 160 Betten, das größte Hotel der Bezirkshauptstadt. Ein Betrieb der Superlative. Als besonderes Highlight präsentiert sich das alterhrwürdige Kellergewölbe. Hier lässt es sich großzügig - und ausgelassen - in stimmigen Ambiente feiern und genießen.

Mit vollem Einsatz

„Wir kommen aus einer Gastronomenfamilie und René hat eine Tourismusschule besucht. Als ich aus der Schweiz zurückkam, wollte ich mich selbstständig machen. Aber nicht allein. René war für meinen Plan gleich Feuer und Flamme“, erzählt Sassmann. Bis das passende Lokal gefunden war, verging allerdings einige Zeit. „Doch wir blieben hartnäckig am Ball und haben im April 2011 das Kalmuck aufgesperrt“, sagt Reinmüller und fügt lachend hinzu: „Das war der schlimmste Tag in meinem Leben.“ Kurz bevor die Gäste eintrafen, warf der Koch das Handtuch, der Schlüssel war nicht auffindbar, die Speisekarten nicht fertig und das Besteck nicht poliert. Ohne die kurzfristige Unterstützung von Partnerinnen und Müttern hätte der Abend in einem Chaos geendet. „Wir waren grün hinter den Ohren und haben uns mit der Weinbar auch finanziell weit aus dem Fenster gelehnt.“ Das erste Jahr arbeiteten die beiden nonstop – ohne freien Tag. Doch Leidenschaft und Engagement haben sich ausgezahlt und das Kalmuck wurde zu einem beliebten Treffpunkt in der Melker Altstadt. 2019 haben sie das Nachtlokal an zwei ihrer Angestellten abgegeben.

Neue Herausforderung

2013 trat der Besitzer des Melker Rathauskellers bei seiner Suche nach neuen Pächtern an die beiden heran. „Nachdem sich die Pläne, ein zweites Kalmuck in St. Pölten aufzusperren, in letzter Minute zerschlagen haben, willigten wir ein, am 13. Oktober, zum Melker Kirtag, den Rathauskeller für einen Tag auf Probe zu schmeißen.“ Zum Glück rückte das Duo mit einer mobilen Küche an, denn nichts hat funktioniert. „Dieser Tag war der blanke Horror. Von einer Überschwemmung bis hin zu einer riesigen Stichflamme, die aus dem Kühlaggregat schlug, war alles dabei“, erinnern sich Reinmüller und Sassmann. Doch die Herausforderung war reizvoll. Sie nahmen Geld in die Hand und setzten ihre Vorstellungen gemeinsam mit dem Eigentümer um. Nach eineinhalbjähriger Bauzeit eröffnete 2015 der Rathauskeller unter ihrer Führung. „Da uns irgendwann das Geld ausging, haben wir die Einrichtung für fünf Gästezimmer bei der Auktion eines steirischen Sporthotels erstanden.“ Und da sie mit turbulenten Premieren schon Erfahrung hatten, ließen sie sich weder von einer Schankanlage mit Eigenleben aus der Ruhe bringen, noch davon, dass Türen und Türstöcke erst kurz vor Eintreffen der Gäste eingebaut wurden. Das Konzept ging wieder auf. „Wir konnten den Umsatz kontinuierlich steigern.“ Doch dann kam Corona. Und auch im Rathauskeller wurde gerechnet, kalkuliert und nachgedacht. Als die Schallaburg plötzlich nach einem neuen Pächter suchte, griffen Reinmüller und Sassmann zu. „Es war eine Nacht und Nebel-Aktion. Wir hatten das Know-how und Personal und konnten gleich loslegen.“

„Das Geschäft ist gut angelaufen. Aber es gibt Potenzial nach oben, vor allem, was Veranstaltungen und Feste anbelangt“, betont Sassmann und führt in den Gastgarten des Rathauskellers, der erst durch den Kauf des Nachbargebäudes entstanden ist. „Durch einen einfachen Durchbruch haben wir das Lokal mit dem dahinter liegenden Hof verbunden“, erklärt Reinmüller und ergänzt: „So haben wir auch Platz für große Feiern.“

"Think big!"

Der neu übernommene Wachauerhof ist mit seinen 600 Sitzplätzen prädistiniert für grosse Events, freuen sich die beiden Gastro-Profis auf die neue Herausforderung. Der Wachauerhof ist schließlich ein wichtiges touristisches Standbein für die gesamte Region. Und der bekommt jetzt ihren Stempel aufgedrückt.

Mit Mut, Weitblick, Leidenschaft, Einsatz und gastronomischem Gespür wurde das Duo im Laufe der Jahre zu einem der größten Tourismus-Arbeitgeber in der Region. „Einig“, sagen die beiden und lachen, „einig sind wir uns eigentlich nie – nicht einmal bei der optischen Gestaltung der Eiskarte.“ Doch das Ziel ist dasselbe. „Wir kennen einander schon ein Leben lang und lassen uns aufeinander ein.“ Und was macht die beiden so erfolgreich? „Es sind zwei Komponenten, die wichtig sind – Qualität und Kontinuität. Du darfst das Geschäft nie schleifen lassen – auch wenn es manchmal auf Kosten der Freizeit geht“, betonen Reinmüller und Sassmann – ausnahmsweise übereinstimmend.

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