Warnhinweise auf Weinflaschen: Winzer wehren sich

Die EU plant einen neuen Anlauf für Warnhinweise auf Weinflaschen zu unternehmen. Kommen bald abschreckende Hinweise nach Vorbild der Zigarettenpackungen?
Februar 15, 2022 | Fotos: Shutterstock

Deutsche Winzer sorgen sich um ihre Etiketten. Anlass ist ein aktueller Bericht zur Krebsprävention des Europaparlaments. Am Dienstag wird über die Forderung nach Warnhinweisen für alkoholische Getränke entschieden.

In den USA sind Warnhinweise auf der Rückseite von Weinflaschen schon längst üblich. Hält die Praxis in der EU Einzug, fürchten Winzer, dass es ihnen bald so ergeht wie der Tabakindustrie. Letztlich geht es nicht nur um das Etikett. „Insgesamt ist es durchaus ein Risiko, dass das Image des Weines einen Schaden nehmen könnte. Das würde für die Winzer bedeuten, dass es möglicherweise eine Reduzierung des Weinkonsums gäbe. Das würde natürlich mit Einkommensverlusten einhergehen“, argumentiert Weinbaupräsident Klaus Schneider.

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Weine könnten in der EU künftig mit einem Krebs-Warnhinweis auf den Etiketten versehen werden

Deutsche Winzer sorgen sich um ihre Etiketten. Anlass ist ein aktueller Bericht zur Krebsprävention des Europaparlaments. Am Dienstag wird über die Forderung nach Warnhinweisen für alkoholische Getränke entschieden.

In den USA sind Warnhinweise auf der Rückseite von Weinflaschen schon längst üblich. Hält die Praxis in der EU Einzug, fürchten Winzer, dass es ihnen bald so ergeht wie der Tabakindustrie. Letztlich geht es nicht nur um das Etikett. „Insgesamt ist es durchaus ein Risiko, dass das Image des Weines einen Schaden nehmen könnte. Das würde für die Winzer bedeuten, dass es möglicherweise eine Reduzierung des Weinkonsums gäbe. Das würde natürlich mit Einkommensverlusten einhergehen“, argumentiert Weinbaupräsident Klaus Schneider.

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Weine könnten in der EU künftig mit einem Krebs-Warnhinweis auf den Etiketten versehen werden

Der Sonderausschuss zur Krebsbekämpfung des EU-Parlaments fordert Warnhinweise für alle alkoholischen Getränke – damit also auch Wein. Es seien „in Europa schätzungsweise zehn Prozent aller Krebsfälle bei Männern und drei Prozent aller Krebsfälle bei Frauen auf Alkohol zurückzuführen“, heißt es im Bericht.

Das Ziel sei es, den schädlichen Alkoholkonsum bis 2025 um mindestens zehn Prozent zu reduzieren. Wie genau die Warnhinweise aussehen sollen, ist noch nicht klar.

Es ist nicht das erste Mal, dass die EU über Warnhinweise für Alkohol berät. Schon 2006 und 2015 gab es Anläufe, die jeweils gescheitert sind. Diesmal gehen die Meinungen der Abgeordneten auseinander. Auch darüber, ob Warnhinweise auf Etiketten überhaupt abschreckende Wirkung haben, kommen Studien zu unterschiedlichen Schlüssen.

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