Zwei von drei Personen fürchten das Aus der Landgasthöfe
Der Landgasthof ist für viele Menschen weit mehr als ein Ort zum Essen. Er bringt die Dorfgemeinschaft zusammen, bewahrt regionale Gerichte und schafft Lebensqualität. Genau diese Funktion könnte zunehmend verloren gehen: 67 Prozent der befragten Landbewohner befürchten, dass immer mehr Landgasthöfe verschwinden. Das zeigen zwei aktuelle Umfragen von Metro unter Gastronomen und Menschen in ländlichen Regionen Deutschlands.
Der Landgasthof ist für viele Menschen weit mehr als ein Ort zum Essen. Er bringt die Dorfgemeinschaft zusammen, bewahrt regionale Gerichte und schafft Lebensqualität. Genau diese Funktion könnte zunehmend verloren gehen: 67 Prozent der befragten Landbewohner befürchten, dass immer mehr Landgasthöfe verschwinden. Das zeigen zwei aktuelle Umfragen von Metro unter Gastronomen und Menschen in ländlichen Regionen Deutschlands.
Metro-CEO Steffen Greubel unterstreicht vor allem die kulinarische Bedeutung der Betriebe: „Gutes Essen gibt es auch abseits der deutschen Großstädte.“ Viele Landgasthöfe würden regionale Spezialitäten seit Generationen bewahren und seien eng mit ihrem Heimatort verbunden.
Die Sorge um die Zukunft der Landgasthöfe kommt nicht von ungefähr. Verschwindet ein Betrieb, verliert ein Ort häufig nicht nur ein gastronomisches Angebot. Auch ein Treffpunkt für die Gemeinschaft, ein Stück regionaler Esskultur und ein Ort gelebter Tradition gehen verloren. Fast alle befragten Gastronomen sehen ihren Betrieb deshalb als wichtigen Faktor für die Lebensqualität vor Ort.
Regionale Küche bleibt das stärkste Argument
Besonders eng verbunden sind Landgasthöfe mit regionalen Gerichten. Für jeden zweiten Befragten ist die regionale Küche sogar der wichtigste Grund für einen Besuch. Gefragt sind vor allem hausgemachte Speisen, saisonale Angebote und Zutaten aus der Umgebung. Viele Betriebe setzen deshalb regelmäßig auf regionale Produkte und arbeiten mit lokalen Erzeugern zusammen.
Bürokratie setzt Betriebe unter Druck
Gleichzeitig kämpfen viele Häuser mit schwierigen Rahmenbedingungen. Als größte Belastung nennen die Gastronomen die Bürokratie. Hinzu kommen der Wunsch nach mehr politischer Unterstützung und mehr Wertschätzung durch die Gäste. Trotz dieser Herausforderungen blickt die Mehrheit der befragten Betriebe grundsätzlich positiv in die Zukunft.
Für die Erhebung wurden im März 2026 insgesamt 329 Gastronomen im ländlichen Raum sowie 1.000 Menschen aus ländlichen Regionen Deutschlands befragt.
