Editorial der Ausgabe 294: Warum nicht jede DNA auch gleich gut ist und was wir vom noma-Debakel lernen können
Die vergangenen Monate haben uns eines eindrucksvoll gelehrt: Wer keine eigene DNA entwickelt, dessen Tage sind in der hart umkämpften Gastrowelt gezählt. Da „regional und saisonal“ längst zum Standard geworden sind, bedarf es weit mehr Selbstbewusstsein – im eigentlichen Wortsinn –, um vom kritischen Gast wahrgenommen zu werden.
Umso spektakulärer ist es, wenn ausgerechnet jetzt einer der großen Pioniere der Individualität in einem internationalen Shitstorm aufgemischt wird: Die Rede ist von René Redzepi und dem noma. Eines sei hier klargestellt: Das Ausbeuten von Mitarbeitern hat mit der DNA, von der wir sprechen, nichts zu tun. Wie jedoch das Marketing-Genie Redzepi aus dem Chaos agiert und einen scheinbar ultimativen Skandal für sich nutzt, ist wiederum bewundernswert einmalig. Unsere tiefe Recherche und die daraus entstandene Coverstory belegen das eindrucksvoll.
„Wie finde ich meine eigene Individualität? Wie grenze ich mich ab? Und wie bin ich maximal authentisch? Genau diese Fragen gilt es zu beantworten!“
Aber zurück zu jener DNA, die wir meinen – jener Identität, die uns im Idealfall weltweite Beachtung in den Fachmedien sichert. Denn genau um diese Substanz geht es dieses Jahr bei unseren Rolling Pin.Conventions in Graz und Düsseldorf. Wie finde ich meine Einzigartigkeit? Wie grenze ich mich ab? Wie bleibe ich maximal authentisch? Diese Fragen gilt es jetzt zu beantworten. Sei es auf der von Experten kuratierten Expo oder auf den spezialisierten Bühnen, auf denen die besten Chefs, Sommeliers, Mixologen und Gastgeber der Welt ihre visionäre Individualität demonstrieren.
Also: Sichere dir am besten gleich Early-Bird-Tickets für die nächste Rolling Pin.Convention vom 8. bis 9. Juni in Graz oder vom 28. bis 29. September in Düsseldorf.
Wir freuen uns auf dich!