Holycrab! in Berlin: Gourmet-Plage

Die Gründer des Food-Start-ups Holycrab! verarbeiten invasive Arten zu Delikatessen.
September 5, 2019 | Text: Alexandra Polič | Fotos: Nino Halm, Sebastian Mowka

Dass wir die Umwelt auch auf außer­­gewöhnliche Weise schützen können, zeigen die Gründer des Food-Start-ups Holycrab! Das Ausrufezeichen ist Teil des Namens, und das Programm verdient es. Die Idee ist so logisch wie genial: Gastronom Andreas Michelus, Unternehmensberater Lukas Bosch und Zukunftsforscherin Juliane Bublitz verarbeiten invasive Arten zu Delikatessen.

Holy Crab, Berlin
Die Holycrab!-Initatoren.

Tiere, von denen es zu viele gibt, landen bei Holycrab! im Food Truck ganz einfach auf dem Teller. Dazu zählt zum Beispiel der Rote Amerikanische Sumpfkrebs, der Flora und Fauna in Berlin bedroht. Denn bis hin zur eigenen Spezies vertilgt er alles, was kleiner ist als er. Die Stadt gab ihn zum Fang frei – und die Berliner Crew macht ihn zu Gourmet-Street-Food. Was der Umwelt schadet, erfreut die Gäste. Mit Genuss das eigene Ökosystem zu retten, muss also keine Utopie bleiben. Die Krebsarten stellen gleichzeitig eine alternative Proteinquelle zu Fleisch dar. Dazu gibt es „krummes Gemüse“: jenes, das auf die Schönheitsideale im Supermarkt pfeift.

Konzept

Die Gründer des Food-Start-ups Holycrab! verarbeiten invasive Arten zu Delikatessen. Frei nach dem Motto: Plagen, in den Magen!

Holycrab, Berlin
Unter anderem serviert das Team Lobster Bun.

Speisen

Krebsarten, die dem Ökosystem schaden, landen hier auf dem Teller.

www.holycrab.berlin

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