Der nächste Sternekoch gibt auf

Marcel Schiefer vom Düsseldorfer Schorn hat genug. Der 28-jährige Rheinländer hat das Restaurant zum Jahresende geschlossen.
Januar 4, 2016 | Fotos: beigestellt

Marcel Schiefer

Seit drei Jahren ist Marcel Schiefer Sternekoch. Jetzt verzichtet er auf die prestigereiche Auszeichnung: Es bleibt zu wenig Zeit für die Familie. Und er sagt: „Ich will anders arbeiten.“ Als Schiefer 2012 erstmals in den Guide Michelin kam, war er der jüngste Sternekoch des Jahrgangs. „Ein Sternerestaurant ist so zeitintensiv, dass keine Zeit für anderes bleibt“, sagt Schiefer. Der Rheinländer kocht zwar „total gerne“ – aber nicht mehr jeden Tag zwölf Stunden.

Sein kleiner Sohn ist auch ein Grund. Er sehe den Zweijährigen kaum, erzählt der junge Vater. Wenn im Restaurant die Lichter ausgehen, schläft der Junge schon lange. Wenn es geht, holt er den Kleinen von der Tagesmutter ab, ehe der Arbeitstag am Herd beginnt. „Papa arbeiten“ kann der Zweijährige längst sagen.

Seit 2014 haben Schiefer und sein Team ein zweites Standbein mit einem modernen, gutbürgerlichen Speiselokal in einem dörflich geprägten Stadtteil von Düsseldorf. Die Schwellenangst, die viele Gäste vor einem Sternerestaurant haben, haben sie an den rustikalen Holztischen nicht.  Auch ohne Stern wird Schiefer hier am Herd stehen. Aber es gibt nicht, wie in der Edelgastronomie, die Erwartung, dass der Küchenchef immer präsent ist. Der 28-Jährige plant zudem Events, Caterings, Kochkurse und Weinseminare. „Ich koch weiter tolle Sachen, nur nicht in einem mit einem Stern ausgezeichneten Restaurant“, sagt er.
Quelle: dpa

www.restaurant-schorn.de

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