Ducasse überholt: Dieser Koch hat jetzt die meisten Michelin-Sterne
Eigentlich ist es ja so: Michelin-Sterne werden nicht an Köche vergeben, sondern an Restaurants. Das sagt Michelin selbst ganz ausdrücklich. Und trotzdem ist die Gesamtzahl der Sterne, die unter dem Namen eines Spitzenkochs in mehreren Häusern zusammenkommt, in der Branche längst eine Währung geworden.
Die ultimative Messlatte blieb über Jahre hinweg Joël Robuchon. Der 2018 verstorbene Franzose hielt mit seinem Restaurant-Imperium den historischen Rekord mit 31 Michelin-Sternen. Wer in diese Sphären vorstößt, kocht nicht einfach gut. Er baut ein System auf, das auf mehreren Kontinenten gleichzeitig Höchstleistung liefern muss. Und jetzt hat sich an der Spitze der aktiven Sterneköche etwas verschoben.
Eigentlich ist es ja so: Michelin-Sterne werden nicht an Köche vergeben, sondern an Restaurants. Das sagt Michelin selbst ganz ausdrücklich. Und trotzdem ist die Gesamtzahl der Sterne, die unter dem Namen eines Spitzenkochs in mehreren Häusern zusammenkommt, in der Branche längst eine Währung geworden.
Die ultimative Messlatte blieb über Jahre hinweg Joël Robuchon. Der 2018 verstorbene Franzose hielt mit seinem Restaurant-Imperium den historischen Rekord mit 31 Michelin-Sternen. Wer in diese Sphären vorstößt, kocht nicht einfach gut. Er baut ein System auf, das auf mehreren Kontinenten gleichzeitig Höchstleistung liefern muss. Und jetzt hat sich an der Spitze der aktiven Sterneköche etwas verschoben.

Nach der aktuellen Zählung liegt Yannick Alléno nun bei 18 Michelin-Sternen und hat damit Alain Ducasse, dessen Häuser derzeit auf 17 Sterne kommen, überholt. Ausgelöst wurde der Sprung durch den ersten Stern für das Restaurant Monsieur Dior im Pariser Stammhaus der gleichnamigen Modemarke. Nur sieben Monate nach der Eröffnung gab es die begehrte Auszeichnung.
Der entscheidende Stern kam an einem Ort, der für Frankreichs Luxuswelt kaum symbolischer sein könnte. Monsieur Dior befindet sich im 30 Montaigne, also genau dort, wo Christian Dior 1946 seine Maison gründete und wo bis heute die historischen Ateliers untergebracht sind. Erst seit 2025 verantwortet Alléno dort die kulinarische Handschrift – nicht nur im Restaurant, sondern auch im Café und in der Pâtisserie Le Jardin.
Alléno gehört seit Jahren zu jenen Köchen, die die fanzösische Hochküche nicht nur konservieren, sondern weiterentwickeln. Seine Signatur: Saucen als Hochpräzisionsarbeit, neu gedacht durch Extraktion, Fermentation und Kryokonzentration.
Erste Michelin-Sterne sammelte er im Pariser Hotel Scribe, 2007 folgten drei Sterne im Le Meurice. 2008 gründete Alléno seine eigene Gruppe, 2014 übernahm er das Pavillon Ledoyen in Paris. Es folgten 1947 à Cheval Blanc in Courchevel, L’Abysse Paris, Pavyllon Paris, Pavyllon Monte-Carlo, Pavyllon London und weitere Häuser. Heute kommt die Gruppe laut eigenen Angaben auf 21 Restaurants mit rund 1000 Angestellten in sieben Ländern.
Dass die 18 Michelin-Sterne nicht der Verdienst einer einzelnen Person sind, unterstreicht Alléno selbst: „Diese Sterne gehören dem Team. Sie belohnen dessen Talent, Kreativität und den Anspruch, immer noch weiterzugehen. Heute bin ich stolz darauf, dass die Gruppe ihren Platz unter den großen Institutionen der französischen Gastronomie auf internationaler Ebene festigt.“