Einladung zur Mitgestaltung einer sicheren Öffnung der österreichischen Gastronomie

Ein offener Brief von Rolling Pin-CEO Jürgen Pichler
März 5, 2021

Wie viele von euch wissen, haben wir als Rolling Pin die Petition www.rettetdiegastro.at ins Leben gerufen.

Mit dem Ergebnis, dass wir die österreichische Bundesregierung für viele Themen der Gastronomie sensibilisieren konnten und es in weiterer Folge zu vielen Verbesserungen für die Gastronomie kam.

Beginnend bei einem weitaus höheren Umsatzersatz (80 Prozent bzw. 50 Prozent), der Reduktion der Mehrwertsteuer von 20 Prozent bzw. 10 Prozent auf 5 Prozent und vielen weiteren Unterstützungen, auf welche andere Branchen noch immer sehr neidvoll blicken.

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„Ich habe es nie schlau gefunden, die Öffnung nur von einem Datum abhängig zu machen. Klare Kennzahlen wären gefordert gewesen“, so Rolling Pin CEO Jürgen Pichler

Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie Tourismusministerin Elisabeth Köstinger haben erkannt, dass wir als Rolling Pin über einen sehr guten, unabhängigen Blick über die ganze österreichische sowie internationale Gastronomie verfügen und sachliche Lösungen einbringen können und mich daher eingeladen, Teil der „Gastro-Expertenrunde“ zu sein.

Die Expertenrunde, welcher u.a. der sehr engagierte WKO Spartenobmann Mario Pulker sowie circa zehn weitere sehr erfahrene Gastronomen – vom Spitzenrestaurant über das Kaffeehaus bis zum Wirt ums Eck – angehören, hat die Aufgabe, Probleme klar anzusprechen sowie gleichzeitig Ideen und Lösungsvorschläge für diese einzubringen.

Für alle „Lustigen“

Alle, die glauben, dass wir polternd und fahnenschwingend in das Ministerium einziehen oder den Kanzler lautstark auffordern dies und das sofort zu ändern – so wie es manche in gewissen Postings gefordert haben – muss ich schwer enttäuschen. Es geht um Sachpolitik: praktikable Ideen zu finden und dem Gegenüber zu erklären, warum dieses und jenes optimal wäre.

Und nein! Keiner der Experten bekommt einen einzigen Cent für seine Tätigkeit. Auch keine Steuervergünstigungen oder ähnliches. Echt spannend, was da in manchen Köpfen vorgeht. Wir machen das alles „Pro bono“ und sehr gerne, weil wir erkannt haben, dass die Regierung umsetzbare Ideen annimmt, versucht umzusetzen und wir der Gastronomie damit helfen können.

Für die am 01.03.21 stattgefundene Verhandlung zwischen den Regierungspartnern über die Teil-Öffnung der Gastronomie wurden umfangreiche, sehr praktikable Ideen erarbeitet, aber gleichzeitig eine unnötig hohe Erwartungshaltung geschürt.

Ich habe es nie schlau gefunden, die Öffnung nur von einem Datum abhängig zu machen.
Klare Kennzahlen wären gefordert gewesen.
Eine Zahl, die jeder versteht und mit der klar ist, wann man Gäste im Gastraum oder im Gastgarten bewirten kann bzw. wann man auch wieder schließen muss.
Mit so einer Zahl hätte jeder Gastronom, aber auch jeder Mitarbeiter wieder ein Ziel sowie Planbarkeit.

Und jeder könnte seinen Beitrag dazu leisten, das Ziel zu erreichen.

Garagenpartys und andere Superspreader-Events wären damit ganz schnell nicht mehr „en Vogue“. Die Inzidenz als Faktor für so eine Entscheidung heranzuziehen ist meines Erachtens aber zu wenig. Diese Zahl sollte aus mehreren Parametern bestehen.

Neben der berühmten Inzidenz sollten auch die Krankenhausbelegung und die Durchimpfungsrate Bestandteil dieser magischen Zahl sein. Und das Ganze auf Bezirksbasis.

Was können denn manche Bezirke Österreichs dafür, dass der Wert in anderen Bezirken viermal so hoch ist?

Meine Ideen, die ich in die Expertenrunde eingebracht habe, beruhten auch immer auf den Ideen und Meinungen von vielen mir bekannten, erfolgreichen und lösungsorientierten Gastronomen.

Vom kleinen Kaffeehaus, dem Imbiss, dem Wirt ums Eck, über das Landgasthaus bis hin zum Spitzenrestaurant.

Erweitern wir diesen Kreis.

Ich lade hiermit jeden Gastronomen und Mitarbeiter der Gastronomie ein, mir seine praktikablen Ideen für eine sichere Öffnung der Gastronomie zu mailen.

Von der o.a. Zusammensetzung der „Zielzahl“, über praktikable Ideen, wie man den PCR-Test des Gastes kontrolliert (das wird sicher kommen), usw.

Ich verspreche eure Ideen – sofern sie realitätsnah und sachlich sind („Sofort aufsperren“ oder „COVID ist eine Lüge“ gelten nicht) – zu clustern und gesammelt, inklusive eurer Kontaktdaten für Rückfragen an das Ministerium weiterzuleiten und in die Expertenrunde einzubringen.

Bitte beachtet dabei, dass euer „Gegenüber“ der Gesundheitsminister wäre, dessen Job es nun mal ist, die Pandemie in den Griff zu bekommen und Menschleben zu schützen.

Für ein einfaches Handling eurer Ideen bitte ich euch auf lange Ausführungen zu verzichten und mir eure Ideen per E-Mail an ichwill@rollingpin.com zu senden:

  1. Betreff der E-Mail: „Idee Gastro-Öffnung“ 
  2. Kurze Beschreibung des Problems 
  3. Kurze Beschreibung der Lösung 
  4. Dein Vor- und Nachname, Betrieb, Adresse, E-Mail-Adresse sowie Telefonnummer 

Ich freue mich auf eure produktiven Lösungsvorschläge.

Jürgen Pichler

ichwill@rollingpin.com

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