Hotel-Riese Revo in der Insolvenz: Betrieb soll vorerst weiterlaufen
Revo Hospitality (früher: HR Group) betreibt rund 250 Hotels in 12 Ländern, darunter Markenhotels von Hilton, Accor, Marriott, Wyndham und Radisson. Jetzt hat das Unternehmen für 140 Gesellschaften ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.

Revo Hospitality (früher: HR Group) betreibt rund 250 Hotels in 12 Ländern, darunter Markenhotels von Hilton, Accor, Marriott, Wyndham und Radisson. Jetzt hat das Unternehmen für 140 Gesellschaften ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.

In den rund 125 betroffenen Häusern in Deutschland und Österreich soll der Betrieb zunächst ohne Einschränkungen weiterlaufen.
Die Anträge wurden beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gestellt. Revo betreibt Markenhotels unter anderem von Hilton, Accor, Marriott, Wyndham und Radisson. Europaweit spricht die Gruppe von einem Portfolio aus rund 250 Hotels in zwölf Ländern.
Warum Revo in die Eigenverwaltung geht
Als Treiber nennt das Unternehmen eine Mischung aus Kostenanstieg und den Folgen einer schnellen Expansion mit Doppelstrukturen und Integrationsproblemen. Noch im Jahr 2020 gehörten 51 Hotels zur Unternehmensgruppe, seitdem fuhr sie einen starken Expansionskurs.
Zusätzlich seien Auslastung und Umsatz im Vorjahr hinter den Planwerten geblieben. Eine entstehende Liquiditätslücke habe sich nicht mehr schließen lassen.
Sanierer zuversichtlich
Bei der Eigenverwaltung bleibt das Unternehmen grundsätzlich handlungsfähig, arbeitet aber unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters und mit Restrukturierungsprofis. Revo nennt als Ziel eine Sanierung bis Sommer 2026, parallel ist eine Investorensuche vorgesehen.