Nächste Knappheit: Brauereien geht die Kohlensäure aus

Getränkehersteller in Deutschland bekommen nicht genug CO2. Erste Brauereien drosseln bereits ihre Produktion.
September 19, 2022 | Fotos: Shutterstock/NaturalBox

Getränkehersteller in Deutschland setzen wieder einmal einen Hilferuf ab: Ihnen geht die Kohlensäure aus. Der Stoff ist in der Ernährungsindustrie besonders beim Abfüllen von Getränken unverzichtbar. Zwar dürfen Brauereien nach dem deutschen Reinheitsgebot ihren Bieren keine zusätzliche Kohlensäure hinzufügen – natürlicher Sprudel entsteht bei der Gärung –, doch Fremdkohlensäure wird zum „Vorspannen“ von Flaschen und Fässern verwendet, um zu verhindern, dass das Getränk mit Sauerstoff in Kontakt kommt.

Das für die Herstellung von Kohlensäure nötige Kohlendioxid (CO2) entsteht hauptsächlich bei der Produktion von Düngemitteln. Zwar kommt es meist im Sommer zu Engpässen, weil weniger Düngemittel gebraucht werden. In diesem Jahr setzt die Gaspreiskrise der Industrie aber noch zusätzlich zu.

Getränkehersteller in Deutschland setzen wieder einmal einen Hilferuf ab: Ihnen geht die Kohlensäure aus. Der Stoff ist in der Ernährungsindustrie besonders beim Abfüllen von Getränken unverzichtbar. Zwar dürfen Brauereien nach dem deutschen Reinheitsgebot ihren Bieren keine zusätzliche Kohlensäure hinzufügen – natürlicher Sprudel entsteht bei der Gärung –, doch Fremdkohlensäure wird zum „Vorspannen“ von Flaschen und Fässern verwendet, um zu verhindern, dass das Getränk mit Sauerstoff in Kontakt kommt.

Das für die Herstellung von Kohlensäure nötige Kohlendioxid (CO2) entsteht hauptsächlich bei der Produktion von Düngemitteln. Zwar kommt es meist im Sommer zu Engpässen, weil weniger Düngemittel gebraucht werden. In diesem Jahr setzt die Gaspreiskrise der Industrie aber noch zusätzlich zu.

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Sorge um Sprudel: Viele Brauereien mussten schon ihre Produktion von Bier und anderen Getränken drosseln

Nach Schätzungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie sind nur noch 30 bis 40 Prozent der üblichen CO2-Mengen verfügbar. Bei vielen Betrieben macht sich die Knappheit jetzt schon bemerkbar.

„Wenn das so wietergeht in den nächsten Wochen, dann spitzt sich die Lage zu“, meint der Verbandssprecher. Jetzt schon haben einige Getränkehersteller ihre Produktion gedrosselt. Die Brauerei Kaufbeuren etwa stellt laut Medienberichten seit vergangener Woche keine Limonade mehr her. Auch Riegele rechnet mit weiteren Verknappungen.

Nicht alle Brauereien sind aber gleichermaßen betroffen. Die Marken Jever, Clausthaler und Schöfferhofer, die zur Radeberger-Gruppe gehören, kommen laut eigenen Angaben jedenfalls in nächster Zeit noch mit Gärungskohlensäure aus eigener Produktion durch.

Für jene, die auf Fremdkohlensäure aus der Düngerindustrie angewiesen sind, gibt es indes keine Aussicht auf Besserung. Jedenfalls nicht, solange das Problem mit den Energiepreisen nicht gelöst ist.

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