Wegen Nichtimpfen: Kellnerin in New York wurde gefeuert

In New York verlor eine Kellnerin ihren Job, weil sie sich nicht sofort impfen lassen wollte. Sie habe sich erst über Nebenwirkungen informieren wollen.
Februar 18, 2021 | Photos: Shutterstock

Mit dem Advent der Coronavirus-Impfung konnten in den USA Restaurants ihren Betrieb im Februar wieder aufnehmen. Küchen- und Servicemitarbeiter sind auf der Warteliste für die heißbegehrte Immunisierung.

Übers Wochenende änderte das Restaurant The Red Hook Tavern in New York seine Richtlinien: Impfen wurde zur Pflicht für alle Mitarbeiter. Bedenken über mögliche Nebenwirkungen der Coronavirus-Impfung kosteten der 34-jährigen Bonnie Jacobson ihren Job, berichtete die New York Times.

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Laut WHO können schwangere Frauen geimpft werden, eine klare Empfehlung gibt es aber aufgrund fehlender Langzeitstudien noch nicht

Mit dem Advent der Coronavirus-Impfung konnten in den USA Restaurants ihren Betrieb im Februar wieder aufnehmen. Küchen- und Servicemitarbeiter sind auf der Warteliste für die heißbegehrte Immunisierung.

Übers Wochenende änderte das Restaurant The Red Hook Tavern in New York seine Richtlinien: Impfen wurde zur Pflicht für alle Mitarbeiter. Bedenken über mögliche Nebenwirkungen der Coronavirus-Impfung kosteten der 34-jährigen Bonnie Jacobson ihren Job, berichtete die New York Times.

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Laut WHO können schwangere Frauen geimpft werden, eine klare Empfehlung gibt es aber aufgrund fehlender Langzeitstudien noch nicht

Der Besitzer des Restaurants habe es mit der Policy-Änderung gut gemeint, sagt er. Als New York Restaurantangestellten erlaubte, die Impfung zu bekommen, hat er die Gelegenheit genutzt, eine Impfpflicht für alle seine Mitarbeiter eine Impfpflicht einzuführen.

Am Montag äußerte die Kellnerin Bonnie Jacobson Bedenken gegenüber der Restaurantleitung: Sie wolle sich erst über die möglichen Auswirkungen der Impfung auf die Fruchtbarkeit informieren, da sie versuche, mit ihrem Mann ein Kind zu bekommen. Prompt wurde sie entlassen, mit der Randnotiz, sie könne sich wieder melden, wenn sie es sich überlegt hätte.

Schwangere können grundsätzlich geimpft werden

Die WHO gab im vergangenen Monat die Empfehlung für Schwangere aus, sich nur impfen zu lassen, wenn nötig – etwa wenn aus gesundheitlichen Gründen ein hohes Risiko besteht. Laut einer Stellungnahme der Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin können schwangere Frauen grundsätzlich geimpft werden, „individuelle Vorteile und Risiken sollen aber gut abgewogen werden“, da Langzeitstudien noch fehlen. Meist überwiegen jedoch die Vorteile: bei Schwangeren mit Covid-19 gibt es vermehrt schwere Verläufe.

Jacobson: „Ich unterstütze die Impfung“

Jacobson ist eigentlich keine Impfgegnerin, wie sie gegenüber der New York Times betont. „Ich unterstütze die Impfung“, wird sie zitiert, „gäbe es nicht diese eine Sache, würde ich mich wahrscheinlich impfen lassen.“

Vermutlich ist es bisher der erste Fall einer Angestellten, die wegen Nichtimpfen ihren Job verloren hat.

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