Manager im Porträt – Elmar Greif

Hier haben die Führungskräfte das Sagen! ROLLING PIN bittet Topmanager zum Interview. Das Thema dürfen diese selbst bestimmen.
November 13, 2015

Fotos: Robert Reck, Hotel Schloss Velden
Elmar Greif - ein Manager im Porträt

>> Kontakt
Capella Schloss Velden
A-9220 Velden am Wörthersee
Tel.: +43 (0) 42 74/52 00 00
info.velden@capellahotels.com
www.capellahotels.com/careers.php
www.capellaschlossveldenhotel.at

Elmar Greif (65), Hoteldirektor Capella Schloss Velden
Viele Jahre war Greif Generaldirektor bei Kempinski und zuletzt für seine Beratungsgesellschaft Granda Hospitality AG im Einsatz. Zuletzt war er auch als Aufsichtsratsvorsitzender und CEO der Leading Hospitality Company in St. Petersburg tätig. Anfang Juni 2009 hat er die Leitung des Schlosshotel Velden der Capella-Gruppe am Wörthersee übernommen.

ROLLING PIN: Was bitte ist denn ein schlechter Gast, Herr Greif?
Elmar Greif:
Es klingt provokant, das weiß ich. Aber leider gibt es immer weniger Gäste, die es verstehen, sich zu benehmen.Guter Service wird kaum mehr geschätzt, Mitarbeiter werden wie Lakaien behandelt, „Bitte“ und „Danke“ zählen anscheinend zu den Fremdwörtern.

RP: Aber heißt es nicht „Der Gast ist König“ und „Wer zahlt, schafft an“?
Greif:
Wir behandeln unsere Gäste ja auch wie Könige. Aber ich stelle fest, dass es nicht mehr so viele sind, die sich auch wie Könige benehmen.

RP: Kann man reagieren?
Greif:
Bedingt. Ich kann meinen Mitarbeitern nur ans Herz legen, dass sie diese Dinge nie überbewerten und sich von ihrer Linie nicht abbringen lassen sollen.

RP: Doch eigentlich müsste gerade Ihr Haus über jeden Gast glücklich sein. Die Auslastungszahlen sollen nicht berauschend sein.
Greif:
Um das zu ändern…

Fotos: Robert Reck, Hotel Schloss Velden
Elmar Greif - ein Manager im Porträt

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Capella Schloss Velden
A-9220 Velden am Wörthersee
Tel.: +43 (0) 42 74/52 00 00
info.velden@capellahotels.com
www.capellahotels.com/careers.php
www.capellaschlossveldenhotel.at

Elmar Greif (65), Hoteldirektor Capella Schloss Velden
Viele Jahre war Greif Generaldirektor bei Kempinski und zuletzt für seine Beratungsgesellschaft Granda Hospitality AG im Einsatz. Zuletzt war er auch als Aufsichtsratsvorsitzender und CEO der Leading Hospitality Company in St. Petersburg tätig. Anfang Juni 2009 hat er die Leitung des Schlosshotel Velden der Capella-Gruppe am Wörthersee übernommen.

ROLLING PIN: Was bitte ist denn ein schlechter Gast, Herr Greif?
Elmar Greif:
Es klingt provokant, das weiß ich. Aber leider gibt es immer weniger Gäste, die es verstehen, sich zu benehmen.Guter Service wird kaum mehr geschätzt, Mitarbeiter werden wie Lakaien behandelt, „Bitte“ und „Danke“ zählen anscheinend zu den Fremdwörtern.

RP: Aber heißt es nicht „Der Gast ist König“ und „Wer zahlt, schafft an“?
Greif:
Wir behandeln unsere Gäste ja auch wie Könige. Aber ich stelle fest, dass es nicht mehr so viele sind, die sich auch wie Könige benehmen.

RP: Kann man reagieren?
Greif:
Bedingt. Ich kann meinen Mitarbeitern nur ans Herz legen, dass sie diese Dinge nie überbewerten und sich von ihrer Linie nicht abbringen lassen sollen.

RP: Doch eigentlich müsste gerade Ihr Haus über jeden Gast glücklich sein. Die Auslastungszahlen sollen nicht berauschend sein.
Greif:
Um das zu ändern, bin ich hier. Derzeit haben wir, über das ganze Jahr gesehen, eine …

Capella Schloss Velden

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10. Welches Lied hören und singen Sie gerne?
„I did it my Way“ von Frank Sinatra, weil es meinem Charakter entspricht, aber auch eine schöne Melodie hat.
9. Für welchen Maler würden Sie viel Geld ausgeben?
Claude Monet.
8. Was war Ihr schönster Lustkauf?
Mein erster Sportwagen, ein Alfa Romeo.
7. Welches Auto fahren Sie zurzeit?
Einen BMW 5er Gand Tourismo.
6. Wofür haben Sie kein Verständnis?
Unehrlichkeit.
5. Was können Sie sehr gut kochen?
Kalbsgeschnetzeltes Zürcher Art und Gulasch.
4. Ihre Henkermahlzeit?
Ein schönes, echtes Wiener Schnitzel.
3. Eine Persönlichkeit, die Ihnen imponiert?
Exbundeskanzler Helmut Kohl.
2. Mit wem würden Sie gerne einen Monat lang tauschen?
Mit einem Dorfpfarrer.
1. Was mögen Sie an sich gar nicht?
Die Ungeduld und den Perfektionismus.

… durchschnittliche Auslastung von 40 Prozent. Das Ziel ist es, in zwei Jahren auf mindestens 60 Prozent zu kommen.

RP: Ihre Strategie?
Greif:
Verkauf und Marketing sind das Um und Auf. Die Dienstleistungen müssen so zusammengestellt sein, dass der Gast immer das Gefühl hat, mehr bekommen zu haben, als er dafür bezahlt hat. Wir müssen abseits der Sommersaison Gäste anziehen. Zum Beispiel haben wir gerade einen Film fertiggestellt, der zeigt, dass das Schloss Velden am Wörthersee auch eine herrliche Winterdestination ist. Acht Schigebiete liegen in einem Umkreis von nur einer Autostunde. Wir müssen neue Märkte bearbeiten, das Gießkannensystem bringt keinen Erfolg.

RP: Welchen Markt streben Sie an?
Greif:
Russland ist für uns sehr interessant. Da laden wir jetzt gezielt die russische Presse in unser Haus ein. Mit diesem Markt haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

RP: Den Russen zum Beispiel sagt man aber kein gutes Benehmen nach.
Greif:
Es gibt überall solche und solche. Russen, die in unser Haus gekommen sind, waren Gäste, die sich aber zu benehmen wussten.

RP: Mit Silvio Nickol haben Sie einen Ausnahmekoch in Ihren Reihen. Wie wichtig ist die Kulinarik, um Gäste zu gewinnen.
Greif:
Nickol ist unumstritten einer der Besten im Lande. Aber alle reden immer nur über sein Restaurant „Schlossstern“. Im „Seespitz“ haben wir mit Sebastian Zier ebenfalls einen ausgezeichneten Küchenchef. Wichtig ist die Vielfalt der Standbeine. Wir haben die Kulinarik, aber zum Beispiel auch einen wunderbaren, modernen, 3500 Quadratmeter großen Spa-Bereich. Ein Paradies, um sich zu entspannen.

RP: Zum Thema „Entspannen“. Es heißt, Sie machen diesen Job noch maximal ein Jahr, bringen alles auf Schiene und dann übergeben Sie.
Greif:
Blödsinn. Ich habe das nie behauptet. Richtig ist, dass ich keine Karriere mehr machen muss. Die habe ich schon hinter mir. Ich kann meine ganze Energie also in dieses Haus stecken. Mein Ziel ist es, Erfolg zu haben. Und das ist hier allemal möglich. Das Schloss Velden besitzt ein unglaublich großes Potenzial. Das will ich ausreizen. Deshalb bin ich hier.

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