Wie schmeckt. Abalone

Ein Schatz unter unscheinbarer Schale: Warum die Abalone als „weißes Gold“ der Meere gilt.
März 6, 2025 | Text: Niko Zoltan | Photos: Julia Losbichler

Abalone, Seeohr, Irismuschel, Haliotis, ­„Weißes Gold“ – wie auch immer man dieses Lebewesen nennen mag, eines muss gleich klargestellt werden: Es sieht zwar aus wie eine Muschel, ist aber eigentlich eine Schnecke. Die Abalone kann, je nach Art, bis zu 30 Jahre alt und 30 Zentimeter groß werden. An Altersschwäche stirbt eine Abalone jedoch, ob ihrer Begehrtheit, wahrscheinlich selten. Denn unter ihrer schlichten Schale verbirgt sich eine schimmernde Innenseite aus ­Perlmutt, ein beliebtes Schmuckstück.

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Abalone, Seeohr, Irismuschel, Haliotis, ­„Weißes Gold“ – wie auch immer man dieses Lebewesen nennen mag, eines muss gleich klargestellt werden: Es sieht zwar aus wie eine Muschel, ist aber eigentlich eine Schnecke. Die Abalone kann, je nach Art, bis zu 30 Jahre alt und 30 Zentimeter groß werden. An Altersschwäche stirbt eine Abalone jedoch, ob ihrer Begehrtheit, wahrscheinlich selten. Denn unter ihrer schlichten Schale verbirgt sich eine schimmernde Innenseite aus ­Perlmutt, ein beliebtes Schmuckstück.

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Das alleine macht die Abalone, für die bis zu 200 Euro pro Kilo bezahlt wird, aber nicht zu einer der teuersten Meeresfrüchte der Welt. Ihr edles Fleisch vielmehr, das proteinreich und fettarm ist, gilt in der Spitzenküche als Delikatesse und in China sogar als Aphrodisiakum.

Es kann in hauchdünnen Scheiben roh serviert, gegrillt, gedünstet oder gekocht werden, wobei seine Zubereitung gründliches Zartklopfen erfordert. Doch die Arbeit lohnt sich: Geschmack und Textur können als eine Mischung aus Jakobsmuschel, Kalbfleisch und Algen beschrieben werden.

Schon vor 10.000 Jahren sollen die Ureinwohner Amerikas nach ihnen getaucht haben. Und noch heute wird das Abalone-Tauchen, etwa in Kalifornien, als Sport betrieben, ist aber mittlerweile streng reguliert. Denn einige Arten sind seit Jahren vom Aussterben bedroht. Auch in Südafrika, wo das einst reiche Vorkommen der Art „Haliotis midae“ kriminelle Organisationen, Wilderer und sogar Drogendealer aus Asien anzog, die Taucher mit Crystal Meth bezahlten, schwindet der Bestand rapide.

Die gute Nachricht: Abalone kann auch gezüchtet werden, was weltweit und mittlerweile auch in mehreren europäischen Ländern getan wird. Nur ist das sensible und langsam wachsende Tier schwer zu kultivieren: Es ist sehr lichtempfindlich und kann sogar an kleinen Verletzungen sterben.

Wenn man bedenkt, dass sich Züchter mindestens drei Jahre lang um diese Schnecken kümmern müssen, bis sie eine marktreife Größe erreicht haben, versteht man, warum nicht nur wilde, sondern auch in Gefangenschaft aufgewachsene Exemplare ihren Preis haben.

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