Arbeiten auf Schiffen

Wer seine beruflichen Segel neu setzen und nichts weniger als die Welt bereisen will, ist an Bord eines Schiffes bestens aufgehoben. Ein unvergleichlicher Teamspirit sowie tolle Verdienst- und Karrieremöglichkeiten warten – vorausgesetzt man ist seetauglich!
Juli 20, 2017 | Text: Daniela Almer | Fotos: Seabourn, Helge O. Sommer, Crystal Cruises, Claudio Martinuzzi, Jeremy Bishop, Roman Arkhipov,Ian Schemper, AIDA Cruises, TUI Cruises GmbH, Rob Bye, Shutterstock, beigestellt

Wenn einer eine Reise tut …

… muss er kein Seemannsgarn spinnen, sondern kann mit realen Erlebnissen punkten – einer der ganz großen Vorteile vom Arbeiten auf Schiffen. Aber wie in der Gastronomie und Hotellerie am Festland muss man auch auf See die Ärmel hochkrempeln und hart arbeiten – und wird mit finanziellem und unbezahlbarem Erfahrungsreichtum belohnt.
Kreuzfahrtschiff im Hafen von New York
Eines gleich vorweg: Wer sich beim Arbeiten auf Schiffen ein Abenteuer à la „Fluch der Karibik“ erwartet oder gar erhofft, wird ein wenig enttäuscht sein. Aber das Leben ist sowieso kein Film, sondern viel besser.
Denn in der Realität ist man nicht auf ein nur mit Müh und Not seetaugliches Schiff wie die Black Pearl angewiesen, das seine guten Zeiten längst hinter sich hat, sondern man hat die Qual der Wahl.
Eines der ersten Dinge, über die man sich jedoch im Klaren sein muss, wenn man heutzutage bei Cruiselines anheuert, ist: Was sind meine beruflichen Interessen und persönlichen Vorlieben? Auf Kreuzfahrtschiffen ist nämlich nicht nur das Spektrum an Jobs, sondern auch die Wahl der verschiedenen Schiffsarten ähnlich breit gefächert wie die Fülle an Möglichkeiten in der Gastronomie und Hotellerie am Festland.
Angefangen von Fluss- über Club- bis hin zu High-End-Luxusschiffen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Diese Schiffstypen sind wiederum vielfältig unterteilt: Kreuzfahrtschiffe, die beispielsweise das ganze Jahr über in der Karibik cruisen, oder solche, die Weltreisen anbieten, Mottokreuzfahrten, die sich auf ein bestimmtes Thema wie etwa Sport oder – ganz ausgefallen – auf Brautpaare fokussiert haben, Expeditionsschiffe, die von der Ausrichtung her kleiner gehalten, dafür aber auch in Regionen unterwegs sind, wo große Ozeandampfer gar nicht erst hinkommen.
Unterscheidungen gibt es auch in Hinblick auf das preisliche Angebot – vom kleinen bis zum großen Geldbörserl – sowie auf das Alter der Gäste: Manche Angebote von Reedereien sind auf ein älteres, manche auf ein jüngeres Zielpublikum zugeschnitten.
Kein Wunder, dass bei dieser Auswahl und der großen Nachfrage die Seefahrtsbranche ein enormes Wachstum verzeichnet und immer auf der Suche nach gutem Personal ist.

Schiff ahoi

Trotz einiger Gemeinsamkeiten der Arbeit an Land und auf See gibt es natürlich auch Unterschiede. „Ein Schiff wackelt, egal wie groß es ist“, erzählt Günter Lorenz lachend, der die Position des Directors of Culinary Operations bei Crystal Cruises innehat.
1992 startete Lorenz hier seine Karriere als Suppenkoch und 25 Jahre später denkt er noch immer nicht ans Aufhören. Schon früh wollte der gelernte Koch so viel wie möglich von der Welt sehen, auf einem Kreuzfahrtschiff anzuheuern, war für ihn daher die beste Option. Ist aller Anfang an Bord schwer?

Wenn einer eine Reise tut …

… muss er kein Seemannsgarn spinnen, sondern kann mit realen Erlebnissen punkten – einer der ganz großen Vorteile vom Arbeiten auf Schiffen. Aber wie in der Gastronomie und Hotellerie am Festland muss man auch auf See die Ärmel hochkrempeln und hart arbeiten – und wird mit finanziellem und unbezahlbarem Erfahrungsreichtum belohnt.
Kreuzfahrtschiff im Hafen von New York
Eines gleich vorweg: Wer sich beim Arbeiten auf Schiffen ein Abenteuer à la „Fluch der Karibik“ erwartet oder gar erhofft, wird ein wenig enttäuscht sein. Aber das Leben ist sowieso kein Film, sondern viel besser.
Denn in der Realität ist man nicht auf ein nur mit Müh und Not seetaugliches Schiff wie die Black Pearl angewiesen, das seine guten Zeiten längst hinter sich hat, sondern man hat die Qual der Wahl.
Eines der ersten Dinge, über die man sich jedoch im Klaren sein muss, wenn man heutzutage bei Cruiselines anheuert, ist: Was sind meine beruflichen Interessen und persönlichen Vorlieben? Auf Kreuzfahrtschiffen ist nämlich nicht nur das Spektrum an Jobs, sondern auch die Wahl der verschiedenen Schiffsarten ähnlich breit gefächert wie die Fülle an Möglichkeiten in der Gastronomie und Hotellerie am Festland.
Angefangen von Fluss- über Club- bis hin zu High-End-Luxusschiffen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Diese Schiffstypen sind wiederum vielfältig unterteilt: Kreuzfahrtschiffe, die beispielsweise das ganze Jahr über in der Karibik cruisen, oder solche, die Weltreisen anbieten, Mottokreuzfahrten, die sich auf ein bestimmtes Thema wie etwa Sport oder – ganz ausgefallen – auf Brautpaare fokussiert haben, Expeditionsschiffe, die von der Ausrichtung her kleiner gehalten, dafür aber auch in Regionen unterwegs sind, wo große Ozeandampfer gar nicht erst hinkommen.
Unterscheidungen gibt es auch in Hinblick auf das preisliche Angebot – vom kleinen bis zum großen Geldbörserl – sowie auf das Alter der Gäste: Manche Angebote von Reedereien sind auf ein älteres, manche auf ein jüngeres Zielpublikum zugeschnitten.
Kein Wunder, dass bei dieser Auswahl und der großen Nachfrage die Seefahrtsbranche ein enormes Wachstum verzeichnet und immer auf der Suche nach gutem Personal ist.

Schiff ahoi

Trotz einiger Gemeinsamkeiten der Arbeit an Land und auf See gibt es natürlich auch Unterschiede. „Ein Schiff wackelt, egal wie groß es ist“, erzählt Günter Lorenz lachend, der die Position des Directors of Culinary Operations bei Crystal Cruises innehat.
1992 startete Lorenz hier seine Karriere als Suppenkoch und 25 Jahre später denkt er noch immer nicht ans Aufhören. Schon früh wollte der gelernte Koch so viel wie möglich von der Welt sehen, auf einem Kreuzfahrtschiff anzuheuern, war für ihn daher die beste Option. Ist aller Anfang an Bord schwer?
„Jeder Betrieb ist anders, auch auf dem Schiff. Man hat einfach eine gewisse Eingewöhnungsphase, aber jeder Mensch ist dabei anders: die einen haben Heimweh, die anderen nicht. Es ist von Person zu Person unterschiedlich.“ Auch die Seetauglichkeit kann anfänglich Probleme bereiten oder das Schlafen in Kabinen ohne Fenster. Aber das relativiert sich recht schnell.
Neben den guten und geregelten Arbeitsbedingungen ist für Lorenz vor allem der einzigartige Teamspirit eine der Hauptmotivationen, weiterzumachen.
Wenn die Welt ein Kreuzfahrtschiff wäre, wäre sie um einiges besser!
Tobias Walther, stv. F&B-Manager auf der AIDAperla, über den großartigen, nationenübergreifenden Teamspirit an Bord
Eine Meinung, die auch Tobias Walther, stellvertretender F&B-Manager auf der AIDAperla, voll und ganz teilt: „Unterschiedlichste Nationen kommen hier zusammen. Wir arbeiten, essen, lachen, ja, und wir weinen auch manchmal zusammen. Das schweißt zusammen. Wir pflegen immer zu sagen: ,Wenn die Welt ein Kreuzfahrtschiff wäre, wäre sie um einiges besser!‘“

Ein gutes Zusammenspiel der Mitarbeiter ist auf Kreuzfahrtschiffen auch unerlässlich, schließlich absolviert man üblicherweise 70 Arbeitsstunden die Woche, sieben Tage hindurch.
Äquivalent zur Arbeit in der Gastronomie und Hotellerie an Land gibt es auch auf Schiffen Saison- und ganzjährig angestellte Mitarbeiter. Saisonal Beschäftigte sind im Schnitt vier bis sechs Monate am Stück gemeinsam unterwegs.
„Ich glaube, für einen, der das erste Mal auf einem Schiff arbeitet, ist die größte Umstellung die eingeschränkte Privatsphäre“, erzählt Michael Stamm, Hotelmanager bei Viking Cruises. Natürlich, an Land geht man nach getaner Arbeit nach Hause, in die vertraute Umgebung zu Familie und Freunden, auf einem Kreuzfahrtschiff schaut das naturgemäß anders aus.
Daher gibt Stamm Neueinsteigern den wertvollen Tipp: „Am Schiff ist es in der Anfangszeit schwierig, die Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit zu finden. Daher ist es sehr wichtig, zu lernen, abzuschalten.“
Apropos abschalten: Wer hart arbeitet, hat auch Verschnaufpausen nötig. Die verschiedenen Cruiselines punkten mit einem vielfältigen Freizeitangebot.
Angefangen von der Option, in den verschiedenen Häfen der Welt an Land zu gehen, über Crew-Bars, Sport- und Wellness-Möglichkeiten, Zugang zu Büchereien, Kinos und Spielen wie Darts oder Tischfußball an Bord bis hin zu geplanten Events, Partys und Ausflügen.
Und weil es von der Freizeit in den Urlaub nicht weit ist: Wie der Urlaub geregelt ist, hängt nicht nur vom jeweiligen Arbeitgeber ab, sondern auch davon, in welcher Position man am Schiff tätig ist. Die verschiedenen Departments können unterschiedliche Verträge haben, wo der Urlaub zum Beispiel ausbezahlt oder die Urlaubstage im Anschluss an die Fahrtzeit am Stück konsumiert werden können.
Arbeiten auf Schiffen
Was bei fast allen Unternehmen gleich ist: Die Krankenversicherung ist inklusive, die Rentenversicherung nicht. Obwohl es bezüglich Pensionsvorsorge natürlich auch Unterschiede gibt: Manche Kreuzfahrtunternehmen steuern bei langjährigen Crew-Mitgliedern Zuschüsse zur Rentenversicherung bei.
Aber dadurch, dass Kost und Logis frei sind, kann man sich bei der Arbeit an Bord ordentlich Geld sparen. Die Unternehmen, die hinter den kleinen und großen Schifffahrtsgesellschaften stehen, legen nicht nur auf eine optimale Gästebetreuung Wert, sondern auch auf ein zufriedenes und bestens geschultes Personal.
Neben der anfänglich natürlich intensiveren Einschulungszeit hören die Kurse und Trainings nie auf. „An erster Stelle an Bord steht die Sicherheit“, erzählt Tobias Walther, „deshalb werden regelmäßig verschiedenste Sicherheitstrainings und Auffrischungskurse für die Crew absolviert.“
Wenn man gerne Koch ist, ist das Arbeiten am Schiff das Ultimative.
Günter Lorenz, Director of Culinary Operations bei Crystal Cruises, über die kulinarisch-kulturellen Inspirationen aus aller Welt
Die Crew-Members werden viel gefordert und gefördert, dementsprechend hoch sind auch die Aufstiegschancen an Bord –­ vorausgesetzt natürlich, man liefert eine überzeugende berufliche Performance ab.
Aber über welche Voraussetzungen und Stärken muss man verfügen, um eine Karriere auf See überhaupt zu starten? Neben der Universalsprache Englisch, die aufgrund der vielen unterschiedlichen Nationalitäten an Bord unerlässlich ist, zählen Teamfähigkeit, Stressresistenz, Enthusiasmus, Durchhaltevermögen und Disziplin sowie Weltoffenheit und eine Hands-on-Mentalität zu den Must-have-Qualitäten.
Aber eine Eigenschaft steht über allen, wenn es nach Günter Lorenz geht: „Man muss auf jeden Fall Menschen lieben, wenn man im People Business tätig ist – egal, ob am Schiff oder in der Gastronomie und Hotellerie an Land.“

Verschiedenste Jobs an Bord – verschiedenste Verdienstmöglichkeiten

(*Alle Gehälter variieren je nach Cruiseline. Dazu können noch Bonuszahlungen und Trinkgeld kommen.)

Küche

  • Executive Chef Nettogehalt*: ab 4500 Euro
  • Küchenchef Nettogehalt*: ab 4500 Euro
  • Pastry Chef Nettogehalt*: ab 2500 Euro
  • Executive Sous Chef Nettogehalt*: ab 3000 Euro
  • Junior Sous Chef Nettogehalt*: ab 2800 Euro
  • Chef de Partie Nettogehalt*: ab 2000 Euro
  • Chef Tournant Nettogehalt*: ab 3000 Euro
  • Commis de Cuisine Nettogehalt*: ab 1200 Euro
  • Cook Nettogehalt*: ab 1500 Euro
  • Provision Master Nettogehalt*: ab 2800 Euro
  • Butcher Supervisor Nettogehalt*: ab 3500 Euro
  • Butcher Nettogehalt*: ab 2900 Euro
  • Baker Supervisor Nettogehalt*: ab 3500 Euro
  • Baker Nettogehalt*: ab 3000 Euro
  • Head Buffet Man Nettogehalt*: ab 1800 Euro
  • Buffet Runner Nettogehalt*: ab 1200 Euro

Bar

  • Barmanager Nettogehalt*: ab 2600 Euro
  • Bartender Nettogehalt*: ab 1900 Euro
  • Beverage Steward Nettogehalt*: ab 1200 Euro

F&B

  • F&B Manager Nettogehalt*: ab 3200 Euro
  • Assist. F&B Manager Nettogehalt*: ab 2800 Euro
  • Maître D’ Nettogehalt*: ab 3400 Euro
  • Assistant Maître Nettogehalt*: ab 2300 Euro
  • Head Waiter Nettogehalt*: ab 1600 Euro
  • Chef de Rang Nettogehalt*: ab 1600 Euro
  • Wine Steward Nettogehalt*: ab 1400 Euro
  • Public Room Manager Nettogehalt*: ab 2900 Euro
  • Commis de Rang/Steward Nettogehalt*: ab 1200 Euro

Verwaltung

  • Hotelmanager Nettogehalt*: ab 5000 Euro
  • Cruise Director Nettogehalt*: ab 5000 Euro
  • Chief Purser Nettogehalt*: ab 3300 Euro
  • Assist. Hotelmanager Nettogehalt*: ab 3500 Euro
  • Tour Manager Nettogehalt*: ab 3000 Euro
  • Crew Purser Nettogehalt*: ab 2700 Euro
  • Cruise Sales Consultant Nettogehalt*: ab 2200 Euro
  • Hotel Controller Nettogehalt*: ab 3200 Euro
  • Provision Master Nettogehalt*: ab 3000 Euro
  • Rezeptionist Nettogehalt*: ab 1400 Euro
  • Night Auditor Nettogehalt*: ab 1600 Euro

Housekeeping

  • Hausdame Nettogehalt*: ab 2800 Euro
  • Schneider Nettogehalt*: ab 1200 Euro
  • Florist Nettogehalt*: ab 1000 Euro
  • Assist. Hausdame Nettogehalt*: ab 2800 Euro
  • Floor Supervisor Nettogehalt*: ab 2300 Euro
  • Cabin Steward Nettogehalt*: ab 1400 Euro

Sonstiges

  • Spa Manager Nettogehalt*: ab 2800 Euro
  • Kosmetiker Nettogehalt*: ab 1300 Euro
  • Personal Trainer Nettogehalt*: ab 1300 Euro
  • Entertainer Nettogehalt*: ab 2500 Euro
  • Lounge Performer Nettogehalt*: ab 2300 Euro
  • Singer/Dancer Nettogehalt*: ab 1800 Euro
  • Social Host Nettogehalt*: ab 2000 Euro
  • Int. Social Host Nettogehalt*: ab 2000 Euro

Die besten Jobadressen

www.rollingpin.com/jobs
www.crystalcruisesmanning.no
www.aida-jobs.de
www.vikingcruises.com
www.seabourncareers.com
www.hl-cruises.de
www.seachefs.com/jobsuche

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